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Sport

Belgien steht im Viertelfinale

Nach einer unglaublich spannenden Partie zittert sich die belgische Mannschaft ins Viertelfinale. Die US-Boys um Jürgen Klinsmann müssen nach einem harten Kampf die Heimreise antreten.

In einem Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war, hat Belgien mit 2:1 n.V. (0:0) gegen die USA gewonnen. Vor rund 51.000 Zuschauern in der Arena Fonte Nova in Salvador brachte Kevin de Bruyne seine "Roten Teufel" in der Verlängerung (93. Minute) in Führung. Romelu Lukaku erhöhte (105.), ehe Joker Julian Green vom deutschen Meister Bayern München für das nie aufsteckende US-Team noch einmal verkürzte (107.). In der regulären Spielzeit hatte die Mannschaft des früheren Schalkers Marc Wilmots zahlreiche Chancen ungenutzt gelassen und war immer wieder am überragenden US-Keeper Tim Howard gescheitert.

Bereits nach 41 Sekunden der erste Schock-Moment für die USA, als der erst 19-Jährige Belgier Divock Origi frei vor dem US-Tor auftauchte. Doch Keeper Tim Howard konnte mit dem Fuß klären. Auch die folgenden Minuten gehörten ganz klar den "Roten Teufeln". Erst nach rund zehn Minuten schaffte es das US-Team ihre Defensive zu stabilisieren.

Tim Howard hält einen Ball der Belgier. (Photo by Robert Cianflone/Getty Images)

Brachte die Belgier zur Verzweiflung: US-Keeper Tim Howard.

In der 20. Minute dann die erste ernstzunehmende Chance für die Klinsmann-Elf. Kapitän Clint Dempsey kam auf Höhe der Strafraumlinie zum Schuss, doch Belgiens Torwart Thibaut Courtois hielt die Null fest. Im Anschluss zeigten die Belgier, dass sie die spielerisch bessere Mannschaft waren. In der 22. Minute kam Kevin De Bruyne frei zum Schuss, verfehlte aber das Tor. Kurz danach musste DaMarcus Beasley in höchster Not vor dem einschussbereiten Belgier Marouane Fellaini klären. Die USA versuchten in den letzten Minuten vor dem Wechsel, mit viel Kraft- und Laufeinsatz dagegen zu halten, kamen gegen die quirligen Belgier aber immer häufiger einen Schritt zu spät. Auswirkung hatte dies aber zunächst nicht.

Überragender US-Keeper

Nach der Pause kamen beiden Mannschaft unverändert aufs Feld. Und auch im Spiel änderte sich nicht viel. Belgien war weiterhin die klar bessere Mannschaft, setzte die USA enorm unter Druck. In der 56. Minute hatte erneut Divock Origi die beste Chance, als er in der Mitte zum Kopfball kam. Der Ball landete an der Latte. Auch im weiteren Verlauf des Spiels war es vor allem US-Torwart Tim Howard zu verdanken, dass Belgien nicht in Führung ging. Der Keeper machte ein ganz starkes Spiel. Die Klinsmann-Elf fand zum Ende der Partie im Angriff so gut wie nicht mehr statt. Dafür rollten immer wieder die Angriffe der "Roten Teufel" Richtung Howard. Doch der hielt seinen Kasten bis zum Ende der regulären Spielzeit sauber. Damit ging das fünfte Achtelfinale bei dieser WM in die Verlängerung.

Lukaku bringt die Wende

WM 2014 Achtelfinale USA Belgien Jubeln. (BRAZIL - Tags: TPX IMAGES OF THE DAY SOCCER SPORT WORLD CUP)

Kevin De Bruyne hatte nach seinem Führungstreffer allen Grund zum Jubeln.

Mit Romelu Lukaku brachte Belgiens Trainer Marc Wilmots einem frischen Stürmer für die Verlängerung. Und dieser Wechsel sollte sich sofort auszahlen. Der Konter lief über ihn. Er drang in den Strafraum ein und wollte den Ball quer legen. Dort ging Beasley dazwischen, legte die Kugel aber ideal für Kevin de Bruyne vor, der aus der Drehung einnetzte (93.). Die USA mussten daraufhin hinten aufmachen und wurden promt ausgekontert. Diesmal genau andersrum. Kevin De Bruyne legte den Ball quer zu Romelu Lukaku, der zum 2:0 traf. (105.)

Doch wer glaubte, das sei die Entscheidung, der wurde unmittelbar danach eines besseren belehrt. Der gerade eingewechselte Julian Green erzielte mit einem Traumtor den Anschlusstreffer, (107.). Die US-Elf war danach wie entfesselt und erspielte sich noch mehrere gute Chancen. Belgiens Abwehr wackelte, rettete das 2:1 aber über die Zeit. Belgien trifft im Viertelfinale am Samstag (05.07.2014, 18:00 MESZ) auf

Argentinien, das zuvor 1:0 gegen die Schweiz

gewonnen hatte. Die US-Amerikaner müssen nach hartem Kampf die Heimreise antreten.

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