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Wirtschaft

Axa gibt Tabakfirmen kein Geld mehr

Mit insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro war der französische Versicherungskonzern mit der Tabakindustrie im Geschäft. Jetzt stößt Axa seine Aktienpakete ab.

"Tabak tötet pro Jahr heute sechs Millionen Menschen, und bis 2030 dürften es acht Millionen sein", so begründet Axa seine Entscheidung. Als privater Krankenversicherer sehe man keinen Sinn darin, weiter in die Tabakindustrie zu investieren. Der Versicherer wolle mit diesem Schritt die Regierungen in ihren Anstrengungen unterstützen, den Tabakkonsum zu reduzieren.

Axa hielt bisher Aktien von Tabak-Unternehmen im Wert von von 200 Millionen Euro. Sie sollen sofort verkauft werden. Anleihen im Wert von 1,6 Milliarden Euro will Axa auslaufen lassen und der Branche künftig kein Geld mehr leihen. "Die Entscheidung kostet uns etwas", sagte Axa-Chef Thomas Buberl. Aber angesichts der Schäden, die Tabak an den Menschen anrichte, wolle Axa Teil der Lösung sein. Er hoffe, dass andere Versicherer dem Beispiel folgten.

Divestment-Bewegung

Im November hatte der deutsche Axa-Konkurrent Allianz angekündigt, nicht mehr in Bergbau- und Energieunternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Energieerzeugung aus Kohle erzielen. Die Münchner reihten sich damit in einen Trend ein, nur noch auf ökologisch und ethisch tragbare Geschäfte zu setzen. Ähnliche Beschlüsse hatten der Familienfonds der US-Öldynastie Rockefeller oder der staatliche norwegische Pensionsfonds getroffen. Diese sogenannte Divestment-Bewegung hat auch bei einigen Banken Einzug erhalten.

ar/ul (dpa / afp / reu )

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