Australian Open ohne viele Top-Stars | Sport | DW | 12.01.2018
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Tennis

Australian Open ohne viele Top-Stars

In Melbourne beginnt am Montag das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison. Die deutschen Stars können sich über machbare Erstrunden-Lose freuen. Doch dann warten zumeist undankbare Aufgaben bei den Australian Open.

Trotz vieler Absagen schaut die Tennis-Welt ab Montag wieder gebannt nach Melbourne: In der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria beginnen die 106. Australian Open. Seit 1987 eröffnet das erste Grand-Slam-Turnier am anderen Ende der Welt die neue Tennissaison. In diesem Jahr stehen zwei Jubiläen an: Es ist die 50. Auflage des Turniers in der Geschichte des Profitennis (seit 1968) und der 200. Grand Slam der Open Era. Gespielt wird seit dem Umzug aus dem Stadtteil Kooyong (1988) im National Tennis Centre im Melbourne Park auf Hartplätzen. Die Endspiele im Damen- und Herreneinzel finden am 27. und 28. Januar statt.

Bis dahin ist es für die Tennis-Profis allerdings noch ein langer Weg, den diesmal allerdings bei Weitem nicht so viele Akteure antreten konnten, wie gewünscht. Denn in den vergangene Wochen hagelte es Absage um Absage: Aus den unterschiedlichsten Gründen werden beispielsweise der ehemalige Weltranglistenerste Andy Murray aus Großbritannien, der Japaner Kei Nishikori, Titelverteidigerin Serena Williams aus den USA oder die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Wiktoria Asarenka aus Weißrussland fehlen. Auch die beiden deutschen Tennis-Damen Laura Siegemund und Sabine Lisicki werden nicht antreten.

Tennis Australian Open Melbourne Park Roger Federer vs. Rafael Nadal (Reuters/E. Su)

Nadal (l.) und Federer: wieder Final-Kontrahenten?

Mit dabei sind aber die beiden Top-Spieler Novak Djokovic und Rafael Nadal. Der Serbe und der Spanier litten zuletzt unter Verletzungen, versuchen nun aber doch, Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz, der seinen 20. Grand-Slam-Triumph anpeilt, das Leben schwer zu machen. Mit 36 Jahren gehört Federer zu den ältesten Spielern im Männerfeld, allerdings auch noch immer zu den stärksten. Bei den Herren ist Vorjahresfinalist Nadal topgesetzt, Federer ist die Nummer zwei im Tableau. Bei den Damen führt die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien die Setzliste an.

Machbarer Auftakt für Alexander Zverev

Unterdessen wies die Auslosung den deutschen Startern zum Auftakt lösbare, aber teils auch schwierige Aufgaben zu. So steht Alexander Zverev auf dem angestrebten Weg in sein erstes Major-Viertelfinale möglicherweise früh vor kniffligen Prüfungen. In seine Erstrundenpartie gegen den italienischen Außenseiter Thomas Fabbiano geht er zwar ebenso wie Julia Görges und Angelique Kerber bei den Damen als klarer Favorit. Schon in der dritten Runde könnte der 20-Jährige jedoch auf seinen Bruder Mischa Zverev treffen. Im Achtelfinale wäre die ehemalige Nummer eins, Djokovic, ein möglicher Gegner.

"Die Auslosung ist schon nicht ohne", sagte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann. "Die erste Runde sollte mit Sicherheit keine große Hürde sein, aber danach ist der Weg schon relativ steinig. Er muss von Anfang an da sein." Boris Becker traut Zverev bei dem Turnier jedoch viel zu. "Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Qualität und die Form", sagte der Fernsehexperte bei Eurosport. "Er ist verletzungsfrei und bis in die Haarspitzen motiviert."

Alexander Zverev beim Aufschlag (Reuters/Action Images/T. O´Brien)

Alexander Zverev hat sich was vorgenommen für die Australian Open 2018

Die formstarke Angelique Kerber bekommt es in Melbourne - nach ihrem Finaleinzug beim WTA-Turnier in Sydney - zunächst mit einer deutschen Kontrahentin zu tun. Die Australian-Open-Siegerin von 2016 tritt gegen die zuletzt lange verletzte Anna-Lena Friedsam an, die vor zwei Jahren das Achtelfinale erreicht hatte. "Ich glaube, Angie Kerber kann uns positiv überraschen", urteilte Becker. Nach ihrem schwachen vergangenen Jahr weckt die 29-Jährige mit ihren Auftritten momentan Hoffnungen auf weitere Erfolge. Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Julia Görges beginnt den ersten sportlichen Saison-Höhepunkt als Favoritin gegen Sofia Kenin aus den USA.

ck/asz (dpa, sid)

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