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Champions League

Arsenal gegen Bayern: Mehr als ein Betriebsausflug nach London

Das Viertelfinal-Ticket und 6,5 Millionen Euro UEFA-Prämie liegen für den FC Bayern im Emirates Stadium zur Abholung bereit. Das 5:1 aus dem Hinspiel gegen den FC Arsenal soll aber trotzdem kein Ruhekissen sein.

Ein lockerer Betriebsausflug oder gar ein Vergnügungstrip ohne sportlichen Druck soll die Reise nach London nicht werden. Zwar kommen die Münchener Bayern mit einem beruhigenden 5:1-Vorsprung gegen den FC Arsenal aus dem Achtelfinal-Hinspiel in Großbritanniens Hauptstadt, doch möchte keiner der Verantwortlichen, dass der angeschlagene Gegner auf die leichte Schulter genommen wird. "Das ist Champions League. Die Tür ist auf, aber wir müssen jetzt noch seriös und respektvoll durchgehen", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Montagmorgen vor dem Abflug. 

Unabhängig davon, dass das Duell schon entschieden scheint, wollen die Bayern auch im Rückspiel ihre Stärke demonstrieren, statt nur abzuwarten und ein Ergebnis zu erzielen, das zum Weiterkommen reicht. "Das ist wichtig für unser Selbstvertrauen und für die nächsten Spiele", sagte Franck Ribery. "Vollgas geben", lautet die Ansage von Innenverteidiger Javi Martinez. Trotz seines Formtiefs sei das Arsenal-Team immer noch "gefährlich".

Wenger in der Kritik

In der Tat gehen die "Gunners" mit angeschlagenem Selbstbewusstsein ins Rückspiel. Nach dem 1:5-Debakel in München, bei dem die Londoner den Bayern allenfalls Geleitschutz gewährten statt aggressive Zweikämpfe zu führen, gingen sie am Wochenende auch in der Liga beim FC Liverpool mit 1:3 als Verlierer vom Platz und rutschten auf Rang fünf der Premier League ab. Die erneute Teilnahme an der Champions League ist gefährdet. Die Kritik der Fans an Trainer Arsene Wenger wird immer lauter. Aufgeben wollen seine Spieler aber noch nicht und setzen auf eine Jetzt-erst-recht-Mentalität: "Wir können Tore schießen, mit diesem Verlangen müssen wir ins Spiel gehen", sagte Verteidiger Hector Bellerin beschwörend. 

Großbritannien Fußball Trainer Arsene Wenger (Reuters/E. Keogh)

Ist Arsene Wenger nach 21 Jahren beim FC Arsenal mit seinem Latein am Ende?

Sollte alles normal laufen, wird der FC Bayern am Mittwoch mit dem Viertelfinalticket und 6,5 Millionen Euro Prämie im Gepäck nach München zurückkehren. Doch was ist schon normal? Bayern-Coach Carlo Ancelotti hat am eigenen Leib erfahren, dass alles möglich ist, und braucht zur Warnung eigentlich nur von zwei schwarzen Nächten zu erzählen, die der Erfolgstrainer auf Europas schillerndster Fußballbühne erlebte. 2004 schied er mit dem AC Mailand im Viertelfinale nach einem 4:1-Heimsieg gegen Deportivo La Coruna noch aus. In Spanien setzte es eine 0:4-Pleite. Es ist der Rekord für den höchsten aufgeholten Rückstand in der Königsklasse.

Ein Jahr später folgte Albtraum Nummer zwei: Im Endspiel gegen den FC Liverpool führte Ancelotti mit Milan in Istanbul zur Pause scheinbar uneinholbar mit 3:0. Liverpool gelang mit dem heutigen Bayern-Profi Xabi Alonso eine spektakuläre Aufholjagd zum 3:3 und triumphierte schließlich im Elfmeterschießen. "Es gab leider schon Mannschaften, die so große Rückstände aufgeholt haben. Ich möchte mich nicht einreihen in die Gruppe derer, die so was mal vergeben haben", sagte Mats Hummels. "Carlo wird das so machen, dass wir kein La Coruna oder Istanbul erleben werden", sagte Rummenigge voller Vertrauen in den Chefcoach.

Klare Ansage von Lahm

Dementsprechend wird Ancelotti keine Stars schonen. Nur auf den gelb-gesperrten Kapitän Philipp Lahm und den noch nicht komplett genesenen Jerome Boateng muss er verzichten. Vom fehlenden Spielführer gab es einen klaren Auftrag an die Kollegen: "Wir müssen sehr konzentriert ins Spiel gehen und in der ersten Viertelstunde zeigen, dass für Arsenal an die nächste Runde nicht mehr zu denken ist", forderte Lahm. Es müsse klar sein: "Der FC Bayern kommt eine Runde weiter."

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