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Sport

Argentinien dritter Halbfinalist

Der Favorit setzt sich durch, der Geheimfavorit ist raus: Argentinien folgt Deutschland und Brasilien in die Runde der letzten Vier und trifft dort auf die Niederlande. Für Belgien reicht es nicht.

Zweimal in Folge waren die Argentinier zuletzt im Viertelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft (jeweils an Deutschland) gescheitert - nun hat es erstmals seit 1990 mit dem Einzug in das Halbfinale geklappt. Mit 1:0 (1:0) besiegte die "Albiceleste" vor 68.551 Zuschauern in

Brasilia

tapfer kämpfende, aber weitgehend chancenlose Belgier und misst sich am Mittwoch (09.07.2014, 22 Uhr MESZ im DW-Liveticker) mit den

Niederlanden, die Costa Rica 4:3 im Elfmeterschießen

bezwangen. Das entscheidende Tor für die Argentinier erzielte Gonzalo Higuain in der 8. Minute.

In Sao Paulo spielt die Elf von Trainer Alejandro Sabella nun um den Einzug in das Finale. Einen Wermutstropfen musste das Team um den viermaligen Weltfußballer Lionel Messi jedoch bereits in der 1. Halbzeit hinnehmen: Flügelspieler Angel di Maria von Real Madrid musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

Vorentscheidung in der 1. Halbzeit

Der italienische Schiedsrichter Nicola Rizzoli hatte nicht viel zu pfeifen in der über weite Strecken fairen Partie, die schnell entschieden schien: Nach einem Fehlpass von Belgiens Kapitän Vincent Kompany ging es nach sieben Minuten blitzschnell: Messi passte zu di Maria, der legte quer auf Higuain, und der Stürmer des SSC Neapel vollendete trocken ins linke Eck. Belgien zeigte sich beeindruckt und konnte kaum Akzente setzen. Der Wolfsburger Kevin de Bruyne und Kevin Mirallas versuchten es jeweils mit Torschüssen, gefährlicher wurde es aber bei einem Freistoß von Messi auf der anderen Seite, der knapp über das Tor ging.

Fellaini rauft sich enttäuscht die Haare. (Foto: REUTERS/Dylan Martinez)

Fellaini verpasst eine der wenigen Chancen der Belgier

Auch in der 2. Halbzeit gingen die Großchancen zunächst an Argentinien: Higuain startete einen Sololauf, tunnelte dabei Belgiens Abwehrchef Kompany und knallte den Ball an die Querlatte. Wenige Minuten später stellte Marouane Fellaini nach einer Flanke von Jan Vertonghen seine Kopfballstärke unter Beweis, setzte den Ball aber knapp über das Tor. Das schien eine Art Initialzündung für sein Team zu sein - Belgien kam besser in die Partie, Argentinien beschränkte sich zunehmend auf die Defensive. In den letzten zehn Minuten stellte Belgiens Nationalcoach Marc Wilmots sogar noch den Abwehrhünen Daniel van Buyten in den Sturm neben den eingewechselten Romelu Lukaku. Belgien versuchte es mit einer Schlussoffensive, war aber nicht erfolgreich: Argentinien rettete das knappe 1:0 über die Zeit und zog als dritte Nation ins Halbfinale der WM ein.

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