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Aktuell Deutschland

Anti-Terror-Razzia bei Mainz

Die Polizei durchsuchte in der Nähe der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt die Wohnungen von zwei Verdächtigen. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne soll es aber nicht geben.

Die beiden Männer seien verdächtig, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer "ausländischen terroristischen Vereinigung" beteiligt zu haben, teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen lägen bisher nicht vor. Ob es Festnahmen gab oder die Ermittler Gegenstände oder Unterlagen sicherstellten, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch zu den Nationalitäten der Verdächtigen machte er keine Angaben.

Mutmaßlicher IS-Kämpfer

Nach Informationen des Nachrichtenportals "Spiegel Online" handelt es sich bei einem der Verdächtigen um einen mutmaßlichen ranghohen Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Vor dem Mann würden syrische Aktivisten im Internet warnen, so "Spiegel online". Demnach soll er sich dem IS einst als Selbstmordattentäter angedient haben. Der Syrer halte sich seit Herbst als Flüchtling in Deutschland auf und wohne in dem Dorf Sankt Johann, südlich von Mainz. Auf Anfrage von Spiegel TV, die noch vor der Razzia stattfand, bestritt er, jemals beim IS gewesen zu sein.

Bei dem Einsatz handelt es sich um die zweite Polizei-Aktion gegen Terrorverdächtige binnen einer Woche. Bei einer Razzia am Donnerstag in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten Ermittler eine mutmaßliche islamische Terrorzelle zerschlagen. Vier IS-Anhänger sollen womöglich einen Anschlag in Berlin geplant haben. Ermittelt wird gegen vier Algerier im Alter zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Es gab zwei Festnahmen.

wl/ml (dpa, afp)