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Aktuell Afrika

Anschlag auf UN-Konvoi in Somalia

Einen Tag nach dem Anschlag in Kenia setzt die Al-Shabaab-Miliz ihren blutigen Terror fort. Bei einem Attentat auf einen UN-Konvoi werden mehrere Menschen getötet. Es hätte noch schlimmer kommen können.

Fünf Menschen wurden bei dem Anschlag getötet und zwei verletzt. Der UN-Konvoi wurde in der Nähe des schwer bewachten Flughafens "Aden Ade International" in der somalischen Hauptstadt Mogadischu von einem Selbstmordattentäter angegriffen. Zu der Tat bekannte sich die islamistische Al-Shabaab-Miliz, die das Krisenland seit Jahren in blutige Gewalt stürzt.

Sicherheitskräfte drängten Wagen des Attentäters zurück

Bei den Opfern handele es sich um zwei Sicherheitskräfte, zwei Zivilisten und den Attentäter, sagte der Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan. "Die Eskorte des UN-Konvois hat ihr Bestes getan, um den Selbstmordattentäter in seinem Wagen zurückzudrängen", schilderte er. "Das Auto ist in die Luft gegangen, bevor es die gepanzerten UN-Fahrzeuge erreichen konnte." Die Explosion sei in fast der ganzen Stadt zu hören gewesen, sagten Zeugen.

Al-Shabaab-Sprecher Sheikh Abdiazis Abu Muscab erkärte schon kurz nach dem Angriff in einem lokalen Rundfunksender, seine Gruppe bekenne sich zu der Tat. Beobachter berichteten, sie hätten auch Schüsse gehört, die wahrscheinlich von Truppen der Afrikanischen Union (Amisom) abgefeuert worden seien. Somalische Sicherheitskräfte sperrten den Tatort weiträumig ab. Zahlreiche Krankenwagen waren im Einsatz.

Anschläge auch in Kenia

Al-Shabaab kontrolliert gut die Hälfte Somalias und kämpft schon seit Jahren gegen die Zentralregierung. In den vergangenen Tagen hatte sie mehrere Anschläge und ein Massaker mit 36 Toten im benachbarten Kenia verübt. Die Extremisten fordern den Abzug kenianischer Truppen aus Somalia.

Dort hatten 22.000 Soldaten unter dem Mandat der Afrikanischen Union die al-Shabaab-Islamisten zuletzt aus ihren Hochburgen an der Küste verdrängt. Die Bewegung, die sich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida versteht, ist zudem wegen interner Streitigkeiten geschwächt. Anfang September war ihr Anführer Ahmed Godane durch einen US-Drohnenangriff getötet worden.

cr/uh (dpa, epd, ap)