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Wirtschaft

Annan warnt vor Gier und Verzweiflung

Zum Abschluss des New Yorker Weltwirtschaftsforums hat UN-Generalsekretär Kofi Annan Politiker und Wirtschaft zu verstärktem Engagement gegen die Armut aufgerufen.

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Nicht unumstritten:
Weltwirtschaftsforum in New York

Es müssten dazu alle Anstrengungen unternommen werden, sagte Annan. Zum Beispiel sollten Technologie und Wissenschaft gegen Hunger, Epidemien, Umweltzerstörungen und politische Konflikte mobilisiert werden. "Die Kräfte von Gier, Verzweiflung und Terror sind heute stärker, als man sich vorstellen kann", warnte der UN-Generalsekretär unter Bezug auf die Terroranschläge in den USA am 11. September. Dagegen müsse die Botschaft von Solidarität, gegenseitigem Respekt und Hoffnung gesetzt werden, sagte Annan zum Abschluss des fünftägigen Forums.

Entwicklungshilfe sollte verdoppelt werden

An führende Politiker appellierte Annan, die Entwicklungshilfen ihrer Regierungen zu verdoppeln, was insgesamt einer Erhöhung um 50 Milliarden Dollar (58 Milliarden Euro) entspreche. Dies sei ein "kurzfristiges Ziel", das in "zwei bis drei Jahren" erreicht werden müsse. Noch lebten Hunderte von Millionen Menschen in Zuständen, die die meisten Teilnehmer des Forum als "unmenschlich" ablehnen würden.

Annan mahnte die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums, das als Gegenveranstaltung konzipierte Weltsozialforum in Porto Alegre nicht zu unterschätzen. Dessen Globalisierungskritik finde Widerhall in der ganzen Welt, und es sei Sache der Globalisierungbefürworter, die Bedenken zu zerstreuen.

Bürgerliche Rechte in Gefahr?

In dem Entwurf der Abschlusserklärung verurteilten die Teilnehmer des Weltsozialforums "das neoliberale Versprechen von Wachstum und Wohlstand" als "Lüge". Frieden und soziale Gerechtigkeit müssten unterstützt werden. Zugleich hieß es, die Terroranschläge vom 11. September in den USA markierten einen "dramatischen Wandel". Im Namen des Kampfes gegen Terrorismus würden jedoch auch bürgerliche und politische Rechte weltweit angegriffen.

Zehntausend Menschen folgten derweil einem Aufruf des Weltsozialforums, gegen die geplante Amerika-weite Freihandelszone zu protestieren. Mit der Demonstration zeige Lateinamerika seine geschlossene Haltung gegen die "Vorherrschaft des amerikanischen Kapitals", sagte ein Vertreter der Protestteilnehmer. Zum Abschluss der Kundgebung wurden mehrere US-Flaggen verbrannt. (afp/wga)

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