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Kultur

Alinghi vor dem Triumph

Nur noch ein Sieg trennt die Schweizer Yacht Alinghi vor dem ersten Triumph eines europäischen Teams im America's Cup. In der Best-of-Nine-Serie steht es nun vier zu null für die Mannen um den deutschen Jochen Schümann.

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Vom Pech verfolgt: Team New Zealand

Den Grundstein für den vierten Sieg der Schweizer Segelyacht Alinghi setzte wieder einmal ein frühes Aus der Titelverteidiger aus Neuseeland. Rund eine Stunde nach dem Startschuss fiel die Vorentscheidung um den 31. America's Cup. Die Eidgenossen mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann profitierten von einem Mastbruch bei Team New Zealand und führen jetzt mit vier zu null. Mit einem weiteren Sieg können die Schweizer schon beim nächsten Rennen am Samstag (27. Februar 2003) die Silberkanne zum ersten Mal in der 152-jährigen Geschichte des America's Cup nach Europa holen.

The America's Cup

The America's Cup is on display at a press conference in Auckland, New Zealand, Friday, Feb. 14, 2003. Switzerland's Alinghi and Team New Zealand will do battle for the America's Cup in the best of nine races due to start Feb. 15, 2003. (AP Photo/Carlo Borlenghi)

Auch für den deutschen Segelsport wäre ein Sieg der Alinghi eine Prämiere. Denn am Erfolg der Eidgenossen hat auch der dreimalige Olympiasieger und Sportdirektor Jochen Schümann einen maßgeblichen Anteil. Der gebürtige Berliner kann mit einem Sieg vor Auckland Sportgeschichte schreiben und als erster deutscher Segler den America's Cup gewinnen.

Langes Warten

Neun Tage mussten die Sportler auf das vierte Rennen warten. Die Zwangspause hatte an diesem Freitag (26. Februar 2003) ein Ende. Endlich konnte wieder im Hauraki Golf vor Auckland gesegelt werden. Die Bedingungen waren allerdings schwierig. Teilweise starke Winde bis zu 26 Knoten, hoher Seegang mit bis zu ein Meter hohen Wellen und heftiger Regen machte den Besatzungen zu schaffen.

Americas Cup NZL-82

A crew member of Team New Zealand works to save NZL-82 after her mast snapped between the first and second spreader during the race four of the America's Cup, Friday, Feb. 28, 2003 in Auckland, New Zealand. Alinghi now lead the series 4-0 in the best of nine races. (AP Photo/Fotopress, Dean Purcell)

Schon von Beginn an kam das Alinghi-Team mit den Verhältnissen besser zurecht und lag nach etwa einem Drittel des Rennens schon rund drei Bootslängen in Front. Kurz danach geriet der Titelverteidiger Team New Zealand in Schwierigkeiten, als sie von zwei großen Wellen erfasst wurde und der Mast in die Brüche ging. Drei Crewmitglieder gingen dabei über Bord und mussten wieder aus dem Wasser gezogen werden.

Nach diesem entscheidenden Zwischenfall ließ es sich der millionenschwere Biotechnologie-Unternehmer und Alinghi-Boss Ernesto Bertarelli nicht nehmen, seine Yacht selbst über die Ziellinie zu steuern und den vierten Sieg perfekt zu machen.

Taktische Raffinesse

Alinghi holt America's Cup

Switzerland's Alinghi, left, finishes the 3rd race of the America's Cup ahead of Team New Zealand in Auckland, New Zealand, Tuesday, Feb. 18, 2003. Alinghi is leading 3-0 in the best of nine competition. (AP Photo/Herbert Knosowski)

Die Alinghi startete als Außenseiter in das 31. America's Cup Finale. Doch schon in den ersten beiden Rennen wurde klar, dass die Mannen um Sportdirektor Jochen Schümann und den neuseeländischen Skipper Russel Coutts, dem dritten Sieg in Folge von Team New Zealand entgegen steuern könnten. Während der Titelverteidiger in der ersten Regatta wegen mehrerer Materialbrüche schon nach 25 Minuten die Segel streichen musste, zeigte Alinghi im zweiten Rennen ihre taktische Raffinesse. Kurz vor Ende des zweiten Rennens lag das Schweizer Team noch 24 Sekunden hinter dem Titelverteidiger zurück. Doch nach einer grandiosen Aufholjagd fuhren sie noch mit sieben Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. In der dritten Wettfahrt entschied die 16-Mann starke Mannschaft von Alinghi das Rennen mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg für sich. Nach dem Triumph im vierten Rennen spricht nun alles für einen Gesamtsieg von Alinghi.

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