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Tennis

Alexander Zverev bleibt in Wimbledon dabei

Tennisprofi Alexander Zverev erreicht erstmals in seiner Karriere die zweite Woche bei einem Grand-Slam-Turnier. Während Zverev im Schnelldurchgang siegt, muss sich Angelique Kerber ins Wimbledon-Achtelfinale kämpfen.

Ohne Satzverlust in die zweite Woche: Für Alexander Zverev kann es so weiter gehen. Solide hat er sich sein erstes Grand-Slam-Achtelfinale gesichert. Der Weltranglisten-Zwölfte gewann sein Drittrundenmatch in Wimbledon gegen den österreichischen Qualifikanten Sebastian Ofner im Schnelldurchgang - mit 6:4, 6:4, 6:2 nach gut anderthalb Stunden.

Am Montag trifft der jüngere der beiden Zverev-Brüder im Achtelfinale auf Vorjahresfinalist Milos Raonic. Gegen den Aufschlagriesen aus Kanada hatte Zverev das bisher einzige Duell auf dem Weg zu seinem ersten Masters-Titel in Rom im Mai gewonnen.

Federer schlägt Mischa Zverev

Ausgeschieden ist dagegen Mischa Zverev nach einer Niederlage gegen den siebenmaligen Turniersieger Roger Federer. Der 29-Jährige musste sich im letzten Match auf dem Center Court nach 1:49 Stunden mit 6:7 (3:7), 4:6 und 4:6 geschlagen geben.

Roger Federer ballt die Faust (Foto: Reuters/A. Couldridge)

Für Roger Federer läuft in Wimbledon alles nach Plan

Zverev kassierte im fünften Aufeinandertreffen mit dem 18-maligen Grand-Slam-Champion seine fünfte Niederlage und wartet noch immer auf einen Satzgewinn gegen den Schweizer.

In diesem Jahr verlor Mischa Zverev nach den Australian Open und dem Rasenturnier in Halle/Westfalen bereits zum dritten Mal gegen Federer, hielt jedoch ordentlich mit und schnupperte im ersten Durchgang sogar am Satzgewinn. Der 35-jährige Federer trifft in seinem 15. Wimbledon-Achtelfinale am Montag auf den Bulgaren Grigor Dimitrow. 

Kerber mit Kampfgeist 

Zuvor war Angelique Kerber ins Achtelfinale eingezogen. Dabei zeigte die Vorjahresfinalistin, dass ein Champion in ihr steckt. Die Weltranglisten-Erste bezwang die Nummer 70 der Welt, Shelby Rogers mit 4:6, 7:6 (7:2) und 6:4.

Dabei nahm ihr nächster sportliche Tiefpunkt bereits bedrohliche Formen an. Erst spät packte Angelique Kerber der Mut der Verzweiflung. 4:6, 2:4 und 30:40 lag sie gegen Rogers zurück. Das Aus in der ersten Wimbledon-Woche und der Sturz vom Tennis-Thron standen kurz bevor. Doch in diesem Moment setzte Kerber mit einer kraftvollen Rückhand zur Wende an. Wenig später, nach insgesamt 2:16 Stunden Spielzeit, machte die Vorjahresfinalistin ihr Comeback perfekt und zog erneut ins Achtelfinale ein.

Zum dritten Mal in fünf Tagen zitterte Kerber, zum dritten Mal behielt sie die Nerven. Doch von Mal zu Mal wurde es knapper. "Der Schlüssel war, dass ich nach jedem Ball gerannt bin und nie aufgegeben habe", sagte Kerber. "Vielleicht", fügte die Vorjahresfinalistin hinzu, "ist das der Wendepunkt. Wir werden sehen. Auf jeden Fall war das ein wirklich wichtiger Sieg." Doch ob Garbine Muguruza die kampfstarke Kerber am Montag auch entkommen lässt, ist mehr als fraglich.

Angelique Kerber spielt eine Vorhand (Picture alliance/AP Photo/K. Wigglesworth)

Angelique Kerber beißt sich gegen Shelby Rogers durch

Gegen die Spanierin, die 2015 im All England Club im Finale stand, hat Kerber zuletzt vier Mal verloren. Darunter vor zwei Jahren in der dritten Runde von Wimbledon. Muguruza hat ihre drei Partien ohne Satzverlust gewonnen, sie strotzt vor dem Selbstvertrauen, das Kerber fehlt. Es ist nicht mehr als eine vage Hoffnung, dass die 29-Jährige durch den Arbeitssieg gegen Rogers die "Handbremse im Kopf" gelöst hat, wie es sich Bundestrainerin Barbara Rittner wünscht.

Djokovic ohne Satzverlust

Auch der dreimalige Turniersieger Novak Djokovic ist ins Achtelfinale eingezogen und das ohne Satzverlust. Der 30 Jahre alte Serbe setzte sich gegen Ernests Gulbis aus Lettland problemlos mit 6:4, 6:1 und 7:6 (7:2) durch und trifft am Montag auf den Franzosen Adrian Mannarino.

Djokovic feierte seinen siebten Sieg in Serie, nachdem er in der vergangenen Woche das Rasenturnier im britischen Eastbourne für sich entschieden hatte. Der Weltranglistenvierte war zum ersten Mal seit sieben Jahren vor Wimbledon zu einem Vorbereitungsturnier angetreten, die Entscheidung scheint sich auszuzahlen.

ck/mrl (sid, dpa)

 

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