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Wissen & Umwelt

Alexander Gersts Weg zur ISS

Es war ein Bilderbuchstart. Am 28. Mai, 21:57 Uhr MEZ hob die Sojus-Rakete pünktlich in Baikonur ab, nach knapp sechs Stunden dockten Alexander Gerst und seine Kollegen an der ISS an. Hier gibt's alles zum Nachlesen.

Freitag, 30. Mai 2014: Da ist sie!

Alex' erste Meldung aus dem Weltall:

03.47 Uhr

Die Sojus-Kapsel dockt an die ISS an.

22:26 Uhr

So funktioniert das Sojus-Raumschiff und so erlebt Alexander den Flug zur ISS

22:15 Uhr

Weg sind sie!

22:03 Uhr

Die Reise zur ISS dauert jetzt etwa sechs Stunden - dann wird angedockt!

Und hier ein Eindruck vom Start beim Public Viewing in Köln

22:00 Uhr

Jetzt werden die Booster abgetrennt

21:58 Uhr

Ich bin irritiert, so pünktlich, so smooth ...

ES GEHT LOSSSSSSSS!!!! Lift-off, Applaus, alles gut, ein Bilderbuchstart!!!!! Rumms

21:54 Uhr

Alles läuft nach Plan! Mensch, sind die pünktlich ...gute, alte Sojus :-)

21:51 Uhr

Die drei Astronauten und Kosmonauten gehen gerade noch mal die Checkliste durch

21:45 Uhr

Noch 11 Minuten, 40 Sekunden

21:39 Uhr

Gute Stimmung auf dem Alter Markt in Köln beim Public Viewing des DLR. Hier ein Vine-Rundumblick unserer Reporterin

21:36 Uhr

Es soll ein bisschen windig sein in Baikonur, ansonsten alles klar!

21:31 Uhr

Raumfahrt zahlt sich aus, wir profitieren auf der Erde von der Forschung im All, sagt Ilse Aigner bei Phoenix, früher Landwirtschaftsministerin, heute Staatsministerin für Energie und Technologie in Bayern. Recht hat sie.

21:27 Uhr

Es wird langsam dunkel beim Public Viewing in Köln

21:25 Uhr

Die Türen der Raktete sind zu

21:21 Uhr

Der Himmel in Baikonur ist sternenklar, sagt DLR-Pressechef Andreas Schütz

21:15 Uhr

Beim DLR beginnt die Live-Übertragung

http://www.livestream.com/dlrlive

21:11 Uhr

So eng ist es in der Kapsel, puh ...

20:57 Uhr

Noch eine Stunde! #GoAlex

20:49 Uhr

Ist ja drollig ...

20:44 Uhr

In ein paar Minuten müssten eigentlich schon die Wartungstürme zurückgeklappt werden.

20:40 Uhr

Das ist unsere Reporterin Hannah am Alter Markt in Köln. Ihr könnt ihr auch auf Twitter folgen, wenn ihr mögt!

20:36 Uhr

Hier zur Entspannung noch ein paar interessante Infos über das Sojus FG launch vehicle

http://www.spaceflight101.com/soyuz-fg.html

20:18 Uhr

Langsam füllt sich der Alter Markt in Köln

20:13 Uhr

Hier kann man sich den Start live ansehen!

http://www.spaceflight101live.com/soyuz-tma-13m---launch-to-docking-coverage.html

Sind sooooo gespannt hier!

20:05 Uhr

Übrigens hat ein orthodoxer Priester die Sojus-Rakete, mit der die drei in jetzt weniger als zwei Stunden losfliegen, gesegnet. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen!

19:35 Uhr

So, die drei sind drin. An Bord: natürlich Alexander Gerst, der Russe Maxim Suraev und der US-Amerikaner Reid Wiseman. Kuschelig wird es sein, denn viel Platz ist nicht in einer Sojus-Kapsel. "Cozy", sagen Astronauten und Kosmonauten, die schon einmal damit geflogen sind. Was heißt eigentlich "cozy" auf russisch?

19:28 Uhr

Good luck! Die Mannschaft steigt in die Sojus-Rakete.

19:15 Uhr

Die Vorbereitungen laufen!!!

18:31 Uhr

Unsere Reporterin Hannah Fuchs ist in Köln unterwegs. Dort veranstaltet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Public Viewing Happening am Alter Markt. Auch Ex-Astronaut Reinhold Ewald wird dort sein und über seine Erfahrungen im Weltraum reden. Das Wetter ist nicht gerade doll ... Sind gespannt, wie groß der Andrang sein wird. Ob sich wirklich viele für den Raketenstart interessieren?

18:20 Uhr

Alexander wird höchstwahrscheinlich pünktlich starten. Die russischen Sojus-Raketen sind ja doch zuverlässiger als die mittlerweile eingemotteten Shuttles der Amerikaner. Oder wie meine Kollegin sagte - da hauste einmal ordentlich mit dem Hammer drauf und die Sojus-Rakete funktioniert wieder.

+++ So, wir starten gleich unseren Live-Ticker +++

28. Mai 2014: So langsam wird's ernst

Und so langsam steigt wohl auch bei Alexander Gerst die Nervosität:

27. Mai 2014: Morgen ist es soweit! Launch!

Nicht mehr lange - gerade mal noch eine Nacht - und es heißt Take-off für Alexander Gerst und den Rest der Crew! Wir sind schon in heller Aufregung und werden den Abend morgen begleiten. Es lohnt sich also, regelmäßig auf diesem Blog vorbeizuschauen und unseren Twitter-Account im Blick zu behalten.

Hier noch ein Video, um nicht ganz unvorbereitet mit Alexander Gerst in die Blue Dot-Mission zu starten:

26. Mai 2014: Die letzten Stunden sind angebrochen

"L-62 hours" twitterte Alex heute. Man merkt: Es wird wirklich ernst. Seine Tage hier auf festem Boden sind gezählt - und der Countdown wird mittlerweile nicht mehr tageweise, sondern im Stundentakt runtergezählt. Soweit steht auch schon fast alles parat in Baikonur, etwa die Soyuz-Rakete, mit der Alex und Team am Mittwoch, 28. Mai 2014, um 21:56 Uhr (mitteleuropäische Zeitrechnung) zur ISS starten:

300 Tonnen Treibstoff und 26 Millionen PS sind nötig, um die Crew ins All zu befördern. Mit so viel Power dauert es laut Plan dann knapp sechs Stunden, bis das Ziel erreicht sein sollte.

23. Mai 2014: Ein paar Zahlen

Schön, wie Alexander Gerst kurz vor seinem Abflug seinen Weg in den Weltraum noch mal Revue passieren lässt. Viereinhalb Jahre ist es nun her, dass er für die ESA-Astronautenklasse 2009 ausgewählt wurde. Seitdem hat er:

  • 3000 Stunden ESA-Training absolviert, medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen und an öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen,
  • 3000 Stunden an den Ausbildungszentren der ISS-Partnerländer (USA, Kanada, Russland, Japan) trainiert.

Macht: 6000 Stunden. Wow!

Knapp 400.000 Kilometer dürfte er währenddessen mit dem Flugzeug zurückgelegt haben. Von der Strecke wären das knapp 500 Flüge zur ISS und wieder zurück gewesen… Also eine ganz schön beachtliche Distanz, Herr Gerst!

Aber was noch viel unglaublicher scheint, wenn man Alex' neuesten Blogpost liest:

"An Bord der ISS werden wir dann beinahe die doppelte Strecke zurücklegen, die ich in den letzten vier Jahren gereist bin, und das an jedem Tag! Innerhalb von 24 Stunden werden wir dann 16 Sonnenauf- und Sonnenuntergänge erleben. Ich kann es nicht mehr erwarten!"

21. Mai 2014: Einen Baum pflanzen

… das ist Tradition in Baikonur, bevor es in den Weltraum geht. Hier gibt es extra eine "Allee der Kosmonauten". Jeder Astronaut und Kosmonaut, der von hier aus startet, pflanzt vorher einen Baum. Heute haben sich Alex und seine Kollegen mit Schaufel und Spaten bewaffnet, und diesen Brauch weitergeführt. "This finally made it real for me", twitterte Alex kurz danach.



Alex hat hier übrigens auch seinen Lieblingsbaum schon gefunden. Diesen hier:



Juri Alexejewitsch Gagarin hat ihn 1961 gepflanzt. Er war sowjetischer Kosmonaut - und der erste Mensch im Weltraum.

19. Mai 2014: Der letzte Flug vor Abflug

Mittlerweile ist Alexander in Baikonur, im südlichen Kasachstan, angekommen. In knapp neun Tagen startet er von hier ins Weltall zur ISS. Zusammen mit seinen beiden Kollegen Maxim Surajew (Russland) und Reid Wiseman (USA) stehen in Baikonur die letzten harten Trainingseinheiten an - sogar im Schlaf wird geübt und sich auf der Gefühl der völligen Schwerelosigkeit vorbereitet. Wie das geht, zeigte Alexander Gerst heute auf Twitter:

14. Mai 2014:

Russland hat angekündigt, die Zusammenarbeit auf der ISS früher als geplant zu beenden. Hat das irgendjemanden überrascht, nachdem die USA Anfang April ihrerseits die Kooperation mit Russland aufgekündigt hatten - außer den Betrieb der ISS... Klar, ohne die Sojus-Raketen kommen sie ja nicht hoch ...

Schade, dass die Ukraine-Krise jetzt auch im Weltraum angekommen ist. Hoffentlich belastet das nicht die Stimmung im Team von Alexander Gerst. Noch zwei Wochen ...

05. Mai 2014: Happy Birthday!

Ojeoje, völlig übersehen - sorry Alexander Gerst und herzlichsten Glückwunsch zum Geburtstag nachträglich!

Alexander Gerst ist am 03. Mai 1976 geboren. In Künzelsau, Moment - kurz gegoogelt - das liegt in Baden-Württemberg, in der Nähe von Stuttgart. Studiert hat er in Karlsruhe am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) und zwar Geophysik. Dabei entdeckte er seine große Liebe für Vulkane. Und hat damals wohl nicht mal im Traum daran gedacht, Astronaut zu werden. Aber das ist ja das Tolle am Leben, dass es voller Überraschungen ist.

24. April 2014: Alexander spricht Russisch!

Und das nicht mal schlecht! Zum Beweis hat er uns eine Sprechprobe gegeben. Könnt ihr euch hier ansehen!

Video ansehen 00:19

Alexander Gerst spricht russisch!

Na, habt ihr verstanden, was Alexander da erzählt?

Aber leicht war es offenbar nicht. Innerhalb von DREI (!!!!) Monaten lernte er die Sprache ... Respekt, Respekt!

Video ansehen 00:19

Alexander Gerst fand Russisch lernen richtig schwer

17. April 2014: Langsam wird es ernst

Allmählich werden auch wir hier nervös - nur noch 41 Tage, bis es für Alexander Gerst zur ISS geht. Unseren Lesern wünschen wir jetzt erst einmal ein schönes Osterfest. In der nächsten Woche gibt es hier dann wieder Neuigkeiten zur anstehenden BlueDot-Mission!

15. April 2014: Rundgang mit Alexander Gerst

Am 14.04.3014 stellte sich Alexander Gerst das letzte Mal vor seinem Abflug der Presse. Wir haben ihn begleitet, bei einem Rundgang durch die Astronautentrainings-Räume der ESA in Köln:

Video ansehen 02:20

Kurz vor Take-Off: Alexander Gerst

11. April 2014: Noch Fragen?

Am Montag, 14. April 2014, treffen wir Alexander Gerst vermutlich ein letztes Mal, bevor es im Mai zur ISS geht. Gibt es Fragen, die euch ganz brennend interessieren? Dann teilt sie uns doch rechtzeitig via Twitter (@dw_wissenschaft) mit und wir tun unser Möglichstes, sie dann auch wirklich zu stellen.

10. April 2014: Schnappschuss des Tages

Auch Astronauten machen Selfies, und auch eine Staatssekretärin ist offensichtlich dafür zu haben. Hier der Beweis - entstanden bei der Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch in Berlin: Alexander Gerst mit Brigitte Zypries.

8. April 2014: Eine Taucherbrille namens Eyewash

Auf der ISS arbeiten und leben die Astronauten auf kleinstem Raum zusammen. Ein kleiner Schnupfen oder Husten kann da schon zum Problem werden, da die Schwerelosigkeit unser Immunsystem schwächt. Der Rest der Crew kann dann im schlimmsten Fall auch Ruck Zuck infiziert sein. Deshalb geht es für das komplette Astronauten-Team ein bis zwei Wochen vor Abflug in Quarantäne. Nur Ärzte und wenige andere Mitarbeiter dürfen sich den Astronauten dann noch nähern.

Die Brille - Eyewash genannt - aus unserem gestrigen Post, gehört zur Sicherheitsausstattung an Bord und ist für den Ernstfall gedacht. Denn auch wenn die Astronauten noch so gesund und munter ins All starten, ganz steril wird es auch auf der ISS nicht sein. Bakterienherde gibt es überall. Und besonders bei den Experimenten und Forschungen an Bord hantiert die Besatzung zum Beispiel mit verschiedenen Stoffen. Im Falle einer Kontamination - sobald bei einem der Astronauten etwas ins Auge geht - kommt Eyewash zum Einsatz: Erst das eine Auge durchspülen, dann das andere Auge, und die verunreinigte Flüssigkeit samt Beutel entsorgen.Wie genau das funktioniert, zeigt der Astronaut Bill McArthur in diesem

kurzen Podcast (Video 11)

.

7. April 2014: L-51: Zurück in Deutschland

Mittlerweile ist Alexander Gerst wieder zu Hause in Deutschland angekommen. Es steht die letzte Trainingseinheit im ESA-Zentrum in Köln an, bevor es am 28. Mai dann endlich ins All geht.


Am Mittwoch (09.04.2014) findet ein erstes Pressegespräch in Berlin statt. Mit dabei:

  • Brigitte Zypries, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft-und Raumfahrt und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Frank de Winne, Leiter des Europäischen Astronautenzentums der ESA

Hier haben wir noch einen Twitter-Fund für euch. Was meint ihr, wofür könnte diese Taucherbrille mit Schläuchen gut sein? Die Auflösung gibt es morgen - erstmal sind wir gespannt auf eure Tipps.

3. April 2014: Lieferservice im All

Diese Woche wurde das Versorgungsschiff für die Internationale Raumstation (ISS) gepackt. Zum letzten Mal startet voraussichtlich im Juli diesen Jahres das fünfte Frachtschiff der ESA-Reihe "Automated Transfer Vehicle" (ATV-5).

Beladung des Transporters ATV-5 (Foto: ESA)

Nachschub: ESA-Mitarbeiter beladen das Frachtschiff

Es wird die ISS mit mehr als 2600 Kilogramm lebenswichtiger Fracht versorgen. Dazu gehören Lebensmittel, Sauerstoff, Ausrüstung und Treibstoff. Und die werden sorgfältig verstaut. So überstehen sie die gewaltigen Kräfte, wenn das Frachtschiff auf einer Ariane 5 Rakete in den Orbit startet. Zusätzlich müssen die Mitarbeiter Schutzanzüge tragen. Es dürfen keine Bakterien oder Viren in den Frachtraum kommen, da im Weltraum das Abwehrsystem des Menschen nicht so stark ist. So wird die Besatzung vor einer Infektion geschützt.

28. März 2014: Blüht der Erde eine Ver-Mars-ung?

Noch zwei Monate bis zum Start der Blue Dot-Mission. Alexander Gerst schreibt auf seinem

Blog

, was die Menschheit bei der Raumfahrt eigentlich antreibt:

Nasa Marsroboter Curiosity Aufnahme von der Marsoberfläche (Foto: NASA).

Der Mars: Möglicherweise schon unser nächstes Ziel

Es ist die Suche nach den wichtigsten wissenschaftlichen und philosophischen Fragen. Und diese können richtig essenziell für die Menschen sein.

Zum Beispiel nach der Zukunft der Erde in einigen Millionen Jahren. So ist es bekannt, dass der Mars einst bewohnbar war. Heute ist der Planet nur eine öde Wüste. Wie verhindert man, dass dasselbe einmal mit der Erde passiert?

27. März 2014: Etwas Weltraum-Wissen

Astronaut im Weltall im Raumanzug (Foto: dpa- /Report).

Leben unter besonderen Bedinungen: Ohne den schützenden Raumanzug hätten die Astronauten im All keine Chance sich fortzubewegen, geschweige denn zu atmen

Knapp 200 Kilometer über unserer Erde beginnt der Weltraum. Dort endet dann auch die Luftschicht, die uns umgibt. Ein luftleerer Raum beginnt - ein sogenanntes Vakuum. Hier ist es dunkel und mucksmäuschenstill, da sich Schall ohne Luft nicht ausbreiten kann. Für uns Menschen sind das ganz besondere Bedingungen: Wir können nicht atmen, und unser Blut würde bei den Druckverhältnissen anfangen zu kochen - wenn die Astronauten nicht in einem schützenden Raumanzug stecken würden, in dem Druck herrscht.

Solch ein Anzug besteht aus etwa 13 Schutzschichten. Mitsamt Ausrüstung wiegt er über 100 Kilogramm - was in der Schwerelosigkeit nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ein gutes Training und viel Übung ist für die Astronauten dennoch wichtig - um den Anzug zu beherrschen und bei der Trägheit im All auch richtig zu kontrollieren.

Jede Naht, jedes Stück Stoff und jeder einzelne Schlauch hat seinen Zweck. Selbst das vergoldete Visier hat zum Beispiel keineswegs Stilgründe und soll einfach nur spacig aussehen - es schützt die Astronauten vor dem Erblinden. Denn die Sonne im All ist so gleißend weiß, dass man beim Hineinblicken sofort sein Augenlicht verlieren würde.

Auf der Webseite der NASA gibt es die Möglichkeit, sich solch

einen Schutzanzug noch etwas genauer anzusehen

. Viel Spaß dabei!

26. März 2014: Ehrenrunden drehen

Am Anfang verlief noch alles nach Plan: Die Soyuz-Rakete startete vergangene Nacht in Kasachstan, um das Team der Expedition 39 (den Vorgängern von Alexander Gerst und seiner Crew) zur ISS zu bringen. Die Astronauten-Kollegen im All, die momentan auf die Ankunft der Expedition 39 warten, sahen den Raketenstart aus einem Fenster der Raumstation. Einer von ihnen twitterte ein Foto:

Nun ist die Ankunft der Raumfahrer jedoch wegen einer Computerpanne vorerst gescheitert: Die Rakete muss erstmal in der Erdumlaufbahn bleiben. Grund sind laut russischer Raumfahrtbehörde (RSA) Probleme mit dem Navigationssystem. Ein neues Andockmanöver soll diesen Freitag (28.03.) stattfinden. Die Männer in der Rakete haben übrigens genug Trinkwasser und Nahrung dabei.

25. März 2014: Expedition 39 startet zur ISS

Heute Abend startet das letzte Astronauten-Team vor der Mission von Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation. Die Flugingenieure Alexander Skvortsov, Steve Swanson und Oleg Artemyev werden am Mittwoch früh um 3:17 Uhr mit einer Soyuz TMA-12M vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) aus abfliegen.

Kasachstan - Teammitglieder der Sojus Mission 39 (Foto: Getty Images).

Die drei Teammitglieder der "Expedition 39"

Dann ist es in Westeuropa 22:17 Uhr und in New York 17:17 Uhr. Sechs Stunden dauert die Reise zur ISS. Dabei umrunden die Astronauten die Erde vier Mal.

Begrüßt werden sie vom ISS Kommandeur Koichi Wakata und den Flugingenieuren Rick Mastracchio und Mikhail Tyurin. Die NASA überträgt den Start im Livestream auf ihrer Webseite.

24. März 2014: Die Erde aus Alexander Gersts Blickwinkel

"The Blue Dot" heißt die Mission, zu der Alexander Gerst im Mai aufbrechen wird. Das dazugehörige Logo soll an ein

Bild

erinnern, das die NASA-Raumsonde Voyager 1990 beim Verlassen des Sonnensystems von der Erde - unserem blauen Planeten - zurückschickte.

Logo zur Blue Dot-Mission (Copyright: Blue Dot).

Das Logo der "Blue Dot"-Mission: Die Erde als blass-blauer Punkt

Bei einer Distanz von 6,4 Milliarden Kilometern war die Erde darauf nur als winziger blass-blauer Punkt erkennbar - also als "Pale Blue Dot", wie der weltbekannte US-Astronom Carl Sagan den Schnappschuss bezeichnete. Das Bild - das 2001 übrigens zu einem der zehn besten Fotos der Weltraumwissenschaften gewählt wurde - inspirierte Sagan zum gleichnamigen Buch. Darin mischte er philosophische Betrachtungen über die Stellung von uns Menschen im Universum mit aktuellem Wissen über das Sonnensystem.

Der Missionsname "Blue Dot" für den Flug von Alexander Gerst wurde ausgewählt, weil die Forschung auf der ISS eben speziell dem Leben auf der Erde dient. "Shaping the future - Zukunft gestalten" ist das Motto der Reise ins All.

21. März 2014: Die Welt unter einem Dach - aber ohne Politik

Die halbe Welt ist an der ISS beteiligt. Hauptbetreiber sind die US-Amerikaner und die Russen - klar - aber auch die Europäische Raumfahrtagentur ESA, die Kanadier und Japaner mischen ordentlich mit. Brasilien ist über ein separates Abkommen beteiligt.

China will zwar mitmachen, muss aber wegen des Vetos der Amerikaner bislang draußen bleiben. Deswegen arbeitet China an seiner eigenen Raumstation. Auch Südkrea und Indien klopfen an die Tür.

Trotzdem steht der Betrieb der ISS immer wieder infrage - vor allem seit die Amerikaner ihr

Shuttle-Programm

eingestellt haben. Jetzt heißt es - mindestens bis

2024

. Was dann passieren wird, steht noch in den Sternen ...

20. März 2014: Die Crew im Interview

Derzeit befinden sich die Astronauten Alexander Gerst, Gregory R. Wiseman und der Kosmonaut Maksim Surayev in den USA, um sich auf ihre Reise zur ISS vorzubereiten. Die Drei gehören der "Expedition 40" an, sind also das vierzigste Team, das auf die ISS geschickt wird.

Nun hat sich das Team Zeit genommen, um über die aktuellen Vorbereitungen zu sprechen und auch ein paar Fragen von Fans zu beantworten.

Warum braucht man eigentlich einen Raumanzug, wenn man die ganze Zeit in der ISS ist? Das und mehr erfahrt ihr im Video (auf Englisch).

19. März 2014: Der Blick in die Raumstation

Alexander Gerst ist der dritte deutsche Astronaut, der auf der ISS arbeiten und einige Zeit leben wird. 2006 war Thomas Reiter dort - beeindruckende 171 Tage - und dann 2008 Hans Schlegel, er war nur 12 Tage oben, um das europäische Raumlabor Columbus zur ISS zu bringen.

Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie die Raumstation aufgebaut ist und welche Module wofür zuständig sind, schaut doch mal diese

DLR-Animation

an, ist nicht schlecht gemacht!

18. März 2014: Der Blick auf die Erde

Wie sieht die Welt aus, wenn man von der Internationalen Raumstation auf sie hinab schaut? Ein Twitter-Foto des US-Astronauten Douglas H. Wheelock (

@Astro_Wheels

) verrät es uns, denn hier blickt das derzeitige ISS-Forscherteam gerade auf die ukrainische Halbinsel Krim:

Live from Space Krim Luftbild

Die Halbinsel Krim: Bald wird auch Alexander Gerst sie aus dieser Perspektive sehen können.

Die ISS umkreist die Erde in über 400 Kilometern Höhe. Eine Umrundung dauert dabei etwa 90 Minuten. Wenn ihr wissen wollt, wo sich die ISS momentan befindet, schaut euch doch mal den "AstroViewer" an. Dort ist die aktuelle Flugroute und Position verzeichnet und man bekommt einen ungefähren Eindruck, wie schnell die ISS über uns hinweg fliegt.

Hier geht es zur Webseite:

AstroViewer

17. März 2014: Der Welt zeigen, was sie zu verlieren hätte

Alexander Gerst wirkt völlig unaufgeregt, entspannt und ausgeschlafen. Dabei ist es in Houston doch noch früher Morgen. Von Texas aus ist der deutsche Astronaut der Pressekonferenz im Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln zugeschaltet. Und ebenso höflich und geduldig antwortet er auf alle Fragen der vielen Journalisten. Die größte Herausforderung, so sagt er, sei die Schwerelosigkeit. "Das wird alles so unintuitiv", weiß er aus Erzählungen von Kollegen, die schon auf der ISS waren. Das Essen nicht aus den Händen zu verlieren, das Werkzeug abzulegen, das Gefühl in den Beinen zu bekommen für den Umgang mit der fehlenden Gravitation, das lege sich aber nach gut einer Woche.

Sechs Monate im Weltraum

Und dann wird sein Blick voll der wissenschaftlichen Arbeit gelten: Der Erforschung von Osteoporose, der Entwicklung neuer Legierungen, der Einsparung von Treibstoffen. Und er will den Blick auf die Erde genießen. "Sie als Kugel zu sehen, ganze Kontinente, keine Ländergrenzen, nicht so, wie aus dem Schulatlas", das sei es, worauf er sich besonders freue in den sechs Monaten im internationalen Raumlabor. Dass er dabei mit einem Russen und einem US-Amerikaner zusammenarbeiten wird, sieht er auch angesichts der politischen Probleme der jüngsten Zeit eher unproblematisch: "Die ISS war schon immer ein internationales Projekt", so sagt er, die Zusammenarbeit habe sich über Jahre bewährt, "das gab es sogar schon zu Zeiten des Kalten Krieges mit dem Apollo/Sojus-Projekt, und da hat es auch gut geklappt".

Alexander Gerst Astronaut Liveschalte 17.03.2014

Alexander Gerst, live aus Houston zur DLR-Pressekonferenz in Köln zugeschaltet

Und auch heute funktioniere die Kooperation mit den Kollegen gut. "Ich mache mir da keine Sorgen", so Gerst, "ich freue mich sogar darauf, den Ländern zu zeigen, was sie zu verlieren hätten, wann sie die Zusammenarbeit einstellen würden." Im Gegenteil, "die Raumfahrt hat sich sogar eher als Stabilisator erwiesen, das lässt sich nicht von der Tagespolitik beeinflussen."

Insgesamt werden auf den ISS-Expeditionen 40 und 41, bei denen Alexander Gerst als Bordingenieur fungiert, 162 Experimente durchgeführt. Es werden dabei einige neue Versuche stattfinden, einige andere werden fortgesetzt. Alexander Gerst und seine Teamkollegen werden aber auch Experimente beginnen, die erst von Nachfolgegenerationen abgeschlossen werden. Da bleibt wenig Zeit für Privates. Zumal der Rückzugsraum gerade mal die Größe einer Telefonzelle hat. Fotos von Freunden und Verwandten will er mitnehmen in den Orbit, Erinnerungsstücke. Das sei für ihn der "Anker zur Erde. Damit ich nicht vergesse, wo ich herkomme."

Livestream aus Texas

Zur Zeit befindet sich Alexander Gerst im US-amerikanischen

Johnson Space Center der NASA

, um sich auf seine Weltraum-Mission vorzubereiten.

Den Livestream und das Interview mit dem deutschen Astronauten von Montagmittag gibt es noch einmal in der Zusammenfassung (Video).

14. März 2014: Der Countdown läuft

Nur noch ein paar Monate, dann startet der deutsche Astronaut Alexander Gerst am 28. Mai 2014 zum ersten Mal ins All. Knapp viere Jahre hat er sich auf diese eine

"Blue Dot"-Mission

vorbereitet. Was genau Gerst dort oben im Weltraum so alles treiben wird, erfährt die Öffentlichkeit am Montag (17.03.2014). Dann steht der Astronaut auf einer Pressekonferenz Rede und Antwort, wenn auch nur aus der Ferne - zugeschaltet - aus seinem derzeitigen Trainingslager in Houston, Texas.

Aber fest steht schon jetzt: Das wird kein einfacher Weltraumspaziergang, denn es steht allerlei Forschung auf dem Plan. Experimente aus Medizin, Biologie und Physik sollen neue Erkenntnisse erbringen, die auch uns hier auf der Erde nützen sollen.

Hier schon mal ein bisschen Astronautentraining.

Video ansehen 03:32

Training für die Raumstation


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