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Aktuell Amerika

Das letzte Shuttle sagt "goodbye"

Rund 30 Jahre lang sind die Space Shuttles der USA in den Weltraum geflogen. Nach 135 Missionen war 2011 Schluss. Doch vier der alten Raumfähren haben noch nicht ganz ausgedient. Die "Endeavour" sagte sogar noch goodbye.

Auf dem Rücken einer umgebauten 747 verlies das Shuttle den Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida. Mit einer letzten Ehrenrunde über große Städte der USA in Kalifornien ist das Ende des Space Shuttle-Programms besiegelt. Tausende verfolgten die Abschiedstour der "Endeavour" mit Begeisterung – aber auch mit großer Wehmut.

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Huckepack: Endeavour startet zum letzten Flug

Museale Ikonen

Das Shuttle-Programm der Nasa war Amerikas Stolz, die Raumfähren waren Ikonen. Die "Endeavour" ist die letzte der vier verbliebenen Raumfähren, die nun ihre Reise ins Museum angetreten hat. Ihr letzter Standort ist das California Science Center in Los Angeles.

Mit der letzten Landung der Weltraumfähre "Atlantis", Baujahr 1985, ging das Shuttle-Programm der Nasa im Juli 2011 offiziell zu Ende. Schon damals war festgelegt worden, dass der Weltraumbahnhof Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida die "Atlantis" behält. Als eine der Hauptattraktionen soll sie ab 2013 einen neuen Museumskomplex zieren.

Die Atlantis war das letzte Shuttle im All - und Sie bleibt am Weltraumbahnhof in Florida stationiert (Foto: AFP/Getty Images)

Die "Atlantis" war das letzte Shuttle im All. Sie bleibt am Weltraumbahnhof in Florida stationiert

Die Raumfähre "Discovery" war 2011 die erste, die von der Nasa in Rente geschickt wurde. Das Shuttle, Baujahr 1983, absolvierte stattliche 39 Flüge - und verbrachte insgesamt 365 Tage im All. Als Museumsstück erhielt das Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly, Virginia, nahe der Hauptstadt Washington D.C., die Discovery. Der große Ausstellungskomplex gehört zum National Air and Space Museum der USA.

Die Discovery war der erste Rentenbezieher der Nasa-Shuttles. Sie steht nun in der Nähe der Hauptstadt (Foto: AFP/Getty Images)

Die "Discovery" war der erste "Rentenbezieher" der Nasa-Shuttles - und steht nun nahe der Hauptstadt

Nicht alle Raumfähren waren im All

Die "Enterprise" war 1976 das erste fertig gebaute Space Shuttle. Als Prototyp flog sie allerdings nie ins "Outer Space". Das Testmodell diente vor allem dazu, die Landung der Shuttles in den Griff zu bekommen. Ihre letzte Heimat ist das Intrepid Sea, Air and Space Museum in New York.

Die Enterprise war das erste vollendete Space Shuttle - allerdings hat sie die Erde nie verlassen (Foto: Getty Images)

Die "Enterprise" war das erste vollendete Space Shuttle - allerdings hat sie die Erde nie verlassen

Einfach zu teuer

Das Shuttle-Programm wurde vor allem eingestellt, weil es mit einer Milliarde Dollar (rund 700 Millionen Euro) pro Flug zu teuer war und brachte nicht viel mehr, als einen Transport zur Internationalen Raumstation ISS. Daneben galten sie nach den Unglücken der "Challenger" und der "Columbia", bei denen insgesamt 14 Astronauten ums Leben kamen, als nicht mehr besonders sicher.

Europäische und amerikanische Raumfahrer sind nun bei ihrem Weg zur Internationalen Raumstation ISS auf Mitfluggelegenheiten in den russischen "Sojus"-Raumschiffen angewiesen, die 1966 erstmals starteten.

pt/hp (dpa, dapd)

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