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Sport

9. Wettkampftag: Schwimmerin Britta Steffen holt zweites Gold

Britta Steffen landete ihren zweiten Gold-Coup, Michael Phelps schrieb Olympia-Geschichte. Die Berliner Schwimmerin hat auch das Rennen über 50 Meter Freistil gewonnen. Phelps holte mit der Lagen-Staffel sein 8. Gold.

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Britta Steffen freut sich über ihre zweite Goldmedaille.

Olympia, Britta Steffen nach Sieg über 50 Meter

Britta Steffen nach ihrem Sieg über 50 Meter Freistil.

Schwimmerin Britta Steffen hat in Peking ihre zweite olympische Goldmedaille gewonnen. Die Berlinerin setzte sich nach ihrem Triumph über 100 Meter Freistil auch im Rennen über 50 Meter durch. "Das ist gigantisch", sagte sie. "Einfach nur Hammer." Im Ziel hatte Steffen in 24,06 Sekunden eine Hundertstel Vorsprung vor der 41 Jahre alten Ausnahmeschwimmerin Dara Torres aus den USA und verbesserte damit den fünf Monate alten Europarekord der Niederländerin Marleen Veldhuis um drei Hundertstelsekunden. Dritte wurde die erst 16 Jahre alte Australierin Cate Campbell. Steffen avancierte zum ersten deutschen Doppel-Olympiasieger im Schwimmen seit Michael Groß 1984. Zuletzt hatte Kristin Otto für die damalige DDR bei ihren sechs Siegen 1988 in Seoul als letzte deutsche Schwimmerin mehrfaches Gold geholt. Nach Dressurreiter Hinrich Romeike gelang Steffen somit auch das zweite Gold-Doppel für die deutsche Olympia-Mannschaft in Peking.

Achter Olympiasieg für Phelps

Olympia, Michael Phelps gewinnt seine achte Goldmedaille

Rekord-Olympiasieger Michael Phelps.

Einmal mehr Olympia-Geschichte schrieb Michael Phelps. Mit seinem achten Gold in Peking hat der US-Schwimmer seinen Landsmann Mark Spitz als olympischen Rekordhalter abgelöst. Spitz waren 1972 in München sieben Olympiasiege gelungen. Phelps gewann mit seinen Teamkollegen Aaron Peirsol, Brendan Hansen und Jason Lezak die 4 x 100 Meter Lagen-Staffel in der Weltrekordzeit von 3:29,34 Minuten. Das US-Team blieb damit 1,34 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke. Zweiter wurde Australien vor Japan. Nach seinen sechs Triumphen von Athen 2004 hat Phelps nun insgesamt 14 Mal Gold geholt und seine Führung in der Rangliste der erfolgreichsten Olympioniken weiter ausgebaut. Das bisherige Spitzen-Quartett - Turnerin Larissa Latynina aus der damaligen Sowjetunion, Finnlands Lauflegende Paavo Nurmi sowie die US-Amerikaner Carl Lewis (Leichtathletik) und Mark Spitz - folgt weit zurück mit je neun Goldmedaillen.

Dreifacher Triumph für Jamaikas Sprinterinnen

Olympia Leichtathletik Shelly-Ann Fraser aus Jamaica gewinnt Goldmedaille 100m

Shelly-Ann Fraser tut es Landsmann Usain Bolt gleich und gewinnt über 100 Meter Gold.

Am zweiten Tag der Leichtathletikwettbewerbe gab es im 100-Meter-Lauf der Frauen einen historischen Sieg. Shelly-Ann Fraser aus Jamaika siegte vor ihren beiden Teamkolleginnen Sherone Simpson und Kerron Stewart, die sich zeitlgleich den zweiten Platz teilten. Es war der erste Dreifacherfolg einer Nation über die 100 Meter seit 1912. Über 3000 Meter Hindernis verbesserte die neue Olympiasiegerin Gulnara Galkina aus Russland ihren eigenen Weltrekord. Die Kamerunerin Francoise Mbango Etone konnte vier Jahre nach ihrem Olympiasieg in Athen erneut die Goldmedaille im Dreisprung erobern. Über 10.000 Meter siegte Weltrekordler Kenenisa Bekele aus Äthiopien vor seinem Landsmann Sileshi Sihine und Micah Kogo aus Kenia. Altmeister Haile Gebrselassie, der Sieger von 1996 und 2000, wurde in sechster. Die deutschen Leichtathleten enttäuschten. Markus Esser wurde im Finale der Hammerwerfer nur Neunter. Carsten Schlangen schied im Halbfinale über 1500 Meter aus.

Chusovitina gewinnt Silber, Hambüchen erneut Vierter

Olympia, Turnerin Oksana Chusovitina

Silbermedaillengewinnerin Chusovitina

Turnerin Oksana Chusovitina hat beim Einzelfinale im Sprung Silber für Deutschland gewonnen. Die gebürtige Usbekin musste sich nur Hong Un Jong aus Nordkorea geschlagen geben. Bronze ging an Cheng Fei aus China. Für die 33 Jahre alte Chusovitina, die bei den Spielen 1992 in Barcelona Olympiasiegerin mit dem GUS-Team wurde, war es bei der fünften Olympia-Teilnahme die erste Einzelmedaille. Deutschlands Vorzeigeturner Fabian Hambüchen hat im Einzelfinale am Boden eine Medaille knapp verpasst. Nach einer fehlerfreien Übung belegte er einen erfreulichen vierten Platz. Hambüchen fehlten nur 0,75 Punkte zu Platz drei. "Man ärgert sich schon, dass es nicht der drittte Platz geworden ist", sagte Hambüchen nach dem Wettkampf. "Aber dafür hätte ich zwei kleine Hüpfer weglassen müssen." Die Medaillen gingen an Zou Kai aus China (Gold), den Spanier Gevasio Deferr (Silber) und Anton Goluzuzkow aus Russland (Bronze).

Rafael Nadal gewinnt auch in Peking

Olympia, Tennis Olympiasieger Rafael Nadal

Rafael Nadal freut sich über die Goldmedaille

Nach seinen Erfolgen bei den French Open in Paris und dem Rasenturnier von Wimbledon hat Rafael Nadal seine Saison mit der olympischen Goldmedaille gekrönt. Nadal schlug den Chilenen Fernando Gonzales in drei Sätzen mit 6:3, 7:6 (7:2) und 6:3. Bronze holte Novak Djokovic aus Serbien. Mit seinem Sieg übernahm Nadal zudem Platz eins der Weltrangliste, den Roger Federer 239 Wochen ununterbrochen innehatte. Bei den Damen ging der gesamte Medaillensatz an Russland. Gold gewann Jelena Dementjewa, die Dinara Safina mit 3:6, 7:5, 6:3 niederrang. Bronze gewann Vera Zwonarewa.

Bronze für Doppel-Vierer

Olympia, Der deutsche Doppel-Vierer der Frauen holt Bronze

Der Doppel-Vierer der Frauen mit Stepanie Schiller, Kathrin Boron, Manuela Lutz and Britta Oppelt (von links) holt Bronze.

Der Deutsche Ruderverband hat in Peking erstmals seit 52 Jahren bei Olympischen Sommerspielen keine Goldmedaille gewonnen, insgesamt gab es in 14 Klassen nur zwei Medaillen. Nach Silber durch Annekatrin Thiele und Christiane Huth im Doppelzweier sicherte am letzten Finaltag im Shunyi Park der Frauen-Doppelvierer mit Kathrin Boron noch Bronze. Letztmals mussten die deutschen Ruderer 1956 aus Melbourne ohne Olympiasieg abreisen. Die 38-jährige Boron verfehlte zum Ende der Laufbahn ihre fünfte Goldmedaille in Serie bei ihren fünften Spielen seit 1992, rettete aber immerhin Bronze. Der Doppelvierer mit außerdem Stephanie Schiller, Manuela Lutze und Britta Oppelt war im Ziel dreieinhalb Sekunden langsamer als das siegreiche Boot aus China, Weltmeister Großbritannien belegte Platz zwei. Für die DRV-Athleten, die nur in sieben Finals vertreten waren, gab es noch drei vierte Plätze. Die deutschen Achter waren beide jeweils als Letzte des Hoffnungslaufes ausgeschieden.

Erstes Edelmetall für Segler seit acht Jahren

Olympia Segeln Jan Peter und Hannes Peckolt

Jan Peter und Hannes Peckolt ersegelten Bronze.

In einem dramatischen Medaillenrennen mit zahlreichen Kenterungen und Materialschäden haben die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt dem Deutschen Segler-Verband das erste Edelmetall seit acht Jahren beschert. Bei starkem Wind und rauher See auf dem Revier in Qingdao gewann das 49er-Duo Bronze. Gold ging an die Dänen Jonas Warrer/Martin Ibsen. Silber sicherten sich Iker Martinez/Xabier Fernandez aus Spanien, die ihren Triumph von vor vier Jahren in Athen damit nicht wiederholen konnten. Die Dänen mussten allerdings wegen eines bereits vor dem Start erlittenen Mastbruchs mit dem geliehenen Boot der Kroaten antreten.

Hockey-Herren wahren Chance auf Halbfinaleinzug

Olympia Hockey Deutschland gegen Spanien

Philip Zeller im Duell mit Santiago Freixa

Mit dem ersten Sieg über Spanien in diesem Jahr hat die deutsche Mannschaft das Tor zum Halbfinale wieder weit aufgestoßen. Dank des Torschützen Moritz Fürste, der kurz vor der Halbzeitpause den entscheidenden Treffer machte, feierte die Mannschaft von Trainer Markus Weise am Sonntag mit einem 1:0 ihren eminent wichtigen zweiten Sieg in der Gruppe A. In der Tabelle belegte sie vor dem abschleißenden Spiel gegen Neusseeland den zweiten Rang. Bereits mit einem Remis könnte der Einzug in die Runde der besten Vier klappen, wenn Südkorea gleichzeitig nicht gegen Spanien gewinnt.

Handball-Frauen ausgeschieden

Olympia 2008 Deutschland Schweden Handball Frauen

Deutschlands Handballerin Anja Althaus im Duell mit den Schwedinnen

Die deutschen Handball-Frauen haben sich mit einer Niederlage im olympischen Turnier verabschiedet. Gegen Weltmeister Russland gab es ein knappes 29:30. Es war die beste Turnierleistung der deutschen Mannschaft. Schon vor dem letzten Vorrundenspiel war das Olympia-Aus der Deutschen besiegelt. Durch den 25:22-Erfolg von Schweden gegen Brasilien konnte der WM-Dritte auch bei einem Sieg Russland nicht mehr das Viertelfinale erreichen. Brasilien und Schweden hätten sich unentschieden trennen müssen, um der Auswahl des Deutschen Handballbundes eine letzte Chance auf das Erreichen der K.o.-Runde zu eröffnen.

IOC bestätigt Doping-Fall der Griechin Halkia

Der vierte Dopingfall der Spiele betrifft die griechische Hürdenläuferin Fani Halkia. Wie das IOC bestätigte, wurde der Olympiasiegerin von 2004 in Athen bei einer Kontrolle am 10. August im Trainingslager die Einnahme des verbotenen anabolen Mittels Hethyltrienolone nachgewiesen. Die EM-Zweite von 2006 musste das olympische Dorf bereits verlassen.

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