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Aktuell Asien

50 Tote bei Unruhen in Myanmar

Die Zahl der Toten bei den tagelangen ethnisch-religiösen Unruhen im Westen Myanmars ist nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Die Opferzahl könnte nach unbestätigten Berichten aber noch höher sein.

Soldat vor zerstörten Häusern (foto: Reuters)

Sittwe Kämpfe zwischen Muslimen und Buddhisten

Nach Angaben der staatlichen Zeitung "New Light of Myanmar" wurden außerdem 54 Menschen verletzt und mehr als 2200 Gebäude niedergebrannt. Die Zeitung machte keine Angaben zur Identität der Opfer. Unklar war auch, ob die Bilanz die zehn Muslime einschloss, die von einer wütenden buddhistischen Menge wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer buddhistischen Frau gelyncht worden waren.

Deutlich mehr Opfer?

Der Vorfall vor rund drei Wochen war Auslöser der blutigen Unruhen im westlichen Bundesstaat Rakhine, bei denen mehr als 30.000 Menschen vertrieben wurden. Wie Journalisten berichteten, hat sich die Lage in der Hauptstadt Sittwe inzwischen weitgehend beruhigt. Verschiedene Berichte legen nahe, dass die Opferzahl deutlich über der offiziellen Bilanz liegen könnte.

Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar, dem früheren Birma, gibt es eine starke muslimische Minderheit. Zu ihr gehören auch die knapp 800.000 Rohingya, von denen die meisten in Rakhine leben. Sie besitzen nicht die Staatsangehörigkeit von Myanmar und sind in ihren Rechten stark eingeschränkt. Viele Menschen in Myanmar betrachten die Rohingya als illegale Einwanderer aus Bangladesch und damit nicht als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft. Die Vereinten Nationen sehen die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt.

re/pg (dapd, afp, dpa)

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