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Kunst

100 Jahre Bauhaus: Kuratoren bereiten Jubiläumsjahr 2019 vor

2019 wird der deutsche Exportschlager Bauhaus 100. Und die Planung des Jubiläumsjahr ist in vollem Gange. Unter dem Motto "Die Welt neu denken" sollen die historischen Zeugnisse des Bauhauses neu entdeckt werden.

Das 100-jährige Bauhaus- Jubiläum ist eines der großen Kulturereignisse des Jahres 2019. In der Planung sind unter anderem ein großes Eröffnungsfestival, ein internationales Forschungs- und Ausstellungsprojekt und drei neue Bauhaus-Museen. Erstmals fand in Dessau-Roßlau am Mittwoch (8.11.) nun ein kuratorischer Austausch zu den Jubiläumsprojekten statt. Alle deutschlandweiten Programmmacher waren dazu aufgerufen, ihre Projekte und Ausstellungen auf dem ganztägigen Netzwerktreffen "100 jahre bauhaus" zu präsentieren und diskutieren.

Eingeladen hatte der der eigens gegründete Bauhaus Verbund, der Gastgeber des Jubiläumsjahres ist und zu dem die Kernländer der Bauhausstandorte Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin sowie der Bund und sieben weitere Bundesländer gehören. Mehr als 50 Kuratoren und Partner sollen 2019 unter dem Motto "die Welt neu denken" mit ihren Ausstellungen und Veranstaltungen Impulse dafür geben, wie die Bauhaus-Schule auch für Gegenwart und Zukunft noch relevant ist.

Bauhaus von kulturpolitischer Bedeutung 

„Das100-jährige Jubiläum der Gründung des Bauhauses ist auch für den Bund von großer kulturpolitischer Bedeutung", sagte Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. "Das gemeinsame Ziel mit bislang zehn Ländern ist es, ein kulturpolitisch interessantes Programm zu bieten, das einem großen Publikum aus dem In- und Ausland die Möglichkeit eröffnet, die Welt des Bauhauses in der Architektur und in vielen anderen Kunstsparten neu zu entdecken." Zahlreiche Projekte würden zu diesem Zweck aus ihrem Etat gefördert, do die Kulturpolitikerin weiter, allein 52 Millionen Euro seien für die drei Museumsneubauten in Dessau, Weimar und Berlin zur Verfügung gestellt worden.

Walter Gropius, 1933 (picture-alliance/AP Photo)

Walter Gropius, der Vater des Bauhaus-Designs

Schnörkelloses Design

1919 hatte der Architekt Walter Gropius das Bauhaus in Weimar als Hochschule für Gestaltung gegründet. 1925 zog es nach Dessau um, wo das als Architektur- und Designschule seine Blütezeit erlebte, und schließlich nach Berlin.  Auf Druck der Nationalsozialisten, die das Bauhaus ablehnten, wurde es 1933 geschlossen.

Nahezu alle Bauhausbauten, die seinerzeit in Dessau entstanden, zählen nach Angaben der Stiftung Bauhaus Dessau zu den Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts. In Weimar, Dessau-Roßlau und Berlin sowie andernorts wird das Bauhauserbe bis heute gepflegt. Zudem gehören Bauhausstätten zum Unesco-Welterbe. Weltweit sind historische Bauten im schnörkellosen Stil zu finden, so auch in Israel, Argentinien und den USA. Doch der Einfluss des Bauhaus reicht weit über die Architektur und Kunst hinaus: Auch im Städtebau und Design hinterließ die Schule ihre Spuren.

lh/suc (dpa//www.bauhaus100.de)

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