Zwischen Klassiker und jeckem Treiben | Fußball | DW | 23.02.2017
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Bundesliga

Zwischen Klassiker und jeckem Treiben

Ein Trainer, der die Muskeln spielen lässt. Ein immer wiederkehrendes Zwillingsbruder-Duell. Und eine Statistik zum Heulen - das und mehr gibt es am 22. Spieltag und in unserem DW-Bundesliga-Check.

Bayern München - Hamburger SV: Nicht auf die Statistik schauen

Auch hier gerät so mancher Fußball-Romantiker ins Schwärmen. Damals! Ja, damals war es ein Klassiker auf Augenhöhe, das Duell zwischen dem südlichsten und nördlichsten Bundesliga-Team. Nur dass beim HSV die Erfolge mittlerweile schon über 30 Jahre her sind. Die letzten Ergebnisse gegen die Bayern sind aus Hamburger Sicht zum Heulen: 0:5, 0:8, 1:3, 0:5, 0:6. Auweia. Aber wir lassen uns gerne vom Tabellen-Fünfzehnten überraschen. Hat er ja vor zwei Spieltagen gegen den Bayern-Verfolger RB Leipzig auch getan - und mal eben locker auswärts mit 3:0 gewonnen.

Bayer 04 Leverkusen - FSV Mainz 05: Gar nicht lustig

Er galt als "Germany's next fired coach": Roger Schmidt. Nach zwei Siegen sieht das aber schon wieder anders aus, denn Leverkusen kommt so langsam an die internationalen Plätze heran. Drei weitere Zähler wären da hilfreich. Das geht aber nur, wenn hinten die Abwehr steht. Die war zuletzt in derChampions League gegen Atletico Madrid leicht überfordert. Gut, Mainz ist nicht Atletico, in der Karnevalszeit ist mit Mainz jedoch nicht zu spaßen.

SV Darmstadt 98 - FC Augsburg: Das Bruder-Duell

Sie telefonieren täglich miteinander. Und am Samstag treffen sie sich - zum Kicken. Nicht das erste Mal, dass die beiden Zwillinge Hamit und Halil Altintop in der Bundesliga gegeneinander spielen. "Es ist einerseits schön, aber immer auch ein bisschen unangenehm, gegen das Bruderherz zu spielen. Aber da haben wir ja in den vergangenen Jahren schon Erfahrungen gesammelt." Achtmal kam das nun schon vor. Hamit, der schon für Bayern München und Real Madrid spielte, verdient nun sein Geld beim Tabellenletzten. Darmstadt ist also unter Druck, hat bereits sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

SC Freiburg - Borussia Dortmund: Kein Thema mehr
Sie wollen doch nur (Fußball) spielen: Dortmund hofft auf ein Wochenende ohne das Thema Anhänger. Nach den gewalttätigen Fan-Ausschreitungen gegen RB -Leipzig, den  zwei BVB-Hooligan-Bussen auf Auswärtsreise und der Stilllegung der größten Stehtribüne Europaswill der BVB endlich mal Ruhe. Ob es die beim SC Freiburg gibt? Der Sportclub hat die meisten seiner beeindruckenden 30 Punkte - nur sieben weniger derzeit als Dortmund - im eigenen Stadion gewonnen.

RB Leipzig - 1. FC Köln: Närrische Zeit
Das Kostüm war gut gewählt: FC-Coach Peter Stöger verkleidete sich auf der vereinseigenen Karnevalsparty als Bauarbeiter mit reichlich aufgepolstertem Oberkörper (Foto oben). Das passt: Durch harte Arbeit und seine bodenständige, aber lustige Art hat er den einst wankelmütigen FC zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten um die internationalen Plätze gemacht - jetzt will Köln auch gegen den Tabellenzweiten seine Muskeln spielen lassen. Ob das jecke Treiben den Rasenballsport-Verein beeindruckt?

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt: Erfolg nicht verspielen
Zwei Vereine mit demselben Ziel: sich nicht um den eigenen Erfolg bringen. Beide Teams sind in der ersten Hälfte der Saison für ihre Verhältnisse überragend aufgetreten, das soll nun nicht verspielt werden. Das kennt der Berliner Sportclub schon von der vergangenen Saison, als er sich in der Rückrunde mit Ach und Krach noch in die Europa League gerettet hat (um da in der ersten Runde auszuscheiden). Diesmal soll alles anderes werden. Und Frankfurt will diesen Fehler erst gar nicht machen. 

FC Ingolstadt 04 - Borussia Mönchengladbach: Keine Gratis-Lieferung
Am Sonntag sind die beiden Europa-League-Teilnehmer dran. Borussia, auswärts nicht gerade ein Angstgegner, reist zum Tabellenvorletzten. Der hat jedoch zuletzt gegen Bayern München und beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt gezeigt: Wir können auch Spannung, Spiel und Spaß, und ein Gratis-Punktelieferant sind wir  schon gar nicht. Dabei wollte die Fohlen-Elf auf dem Rückflug vom AC Florenz schon mal ganz bequem die Bestellung aufgeben.

FC Schalke 04 - TSG Hoffenheim: Der Aufgaben-Check
Die erste Aufgabe ist gelöst: Schalke hat das Achtelfinale der Europa League erreicht. Die zweite heißt: Bundesliga-Alltag. Und da spielt die TSG als Gegner einen besseren Fußball als PAOK Saloniki. Hoffenheim ist in der Tabelle mal eben sechs Plätze vor den Schalkern. Also hier ist noch längst kein Häkchen gemacht, bevor es an die dritte Aufgabe am Mittwoch geht: im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München.

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