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Auf der Fahrt nach Darmstadt

Polizei stoppt Busse mit Dortmunder Hooligans

Die Dortmunder Anhänger stehen nach den Krawallen rund um das Spiel gegen Leipzig unter besonderer Beobachtung. Die Vereinsführung grübelt über den Strafantrag des DFB.

Polizei vor dem Dortmunder Stadion beim Spiel gegen Leipzig (picture alliance/dpa/I. Hahne)

Polizei vor dem Dortmunder Stadion beim Spiel gegen Leipzig

Eine Woche nach den Ausschreitungen vor der Partie zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig hat die Polizei zwei Busse mit rund 90 mutmaßlichen Dortmunder Randalierern gestoppt. Die Fans waren auf dem Weg zum Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga beim SV Darmstadt 98.

Wegen Ausschreitungen bekannt

Bei der Kontrolle der Fahrzeuge wurden nach Angaben der Darmstädter Polizei Pyrotechnik, Sturmhauben, Kampfsporthandschuhe, Drogen und Schmerzmittel sichergestellt. Die Hooligans wollten diese Gegenstände wohl für Ausschreitungen und Randale nutzen, so der Polizeisprecher.

Bei der Kontrolle der BVB-Hooligans von der Polizei sichergestellte Gegenstände (Polizeipräsidium Südhessen)

Bei der Kontrolle der BVB-Hooligans von der Polizei sichergestellte Gegenstände

Es sei schnell klar geworden, "dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten, als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen. Einige der Insassen waren bereits wegen Ausschreitungen in Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen."

Die Dortmunder Anhänger stehen seit den Krawallen rund um das letzte Bundesligaspiel gegen RB Leipzig unter besonderer Beobachtung. Am vergangenen Samstag hatten Hooligans die Gäste-Fans, darunter auch Frauen und Kinder, attackiert. Wegen der Ausschreitungen und zahlreicher geschmackloser Plakate im Stadion droht dem BVB zudem die Strafe durch den Deutschen Fußballbund.

BVB-Spitze berät

Die BVB-Führung berät nach den Worten von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch über ihre Stellungnahme zum Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses. Im Pay-TV-Sender Sky äußerte sich der Borussia-Funktionär kryptisch: "Die Entscheidung reift. Aber hier geht es auch um ein bisschen Genauigkeit. Das ist ein sehr umfangreicher Strafantrag."

Das DFB-Gremium hat beantragt, nach den Vorkommnissen beim Spiel gegen Leipzig die Dortmunder Südtribüne für ein Spiel zu sperren. Zudem soll die Borussia 100.000 Euro Strafe zahlen. 

Der BVB hat bis Montagmittag Zeit, sich zu dem Antrag zu äußern. "Wir werden uns morgen mit dem Strafantrag genauer befassen und rechtzeitig eine Entscheidung treffen", kündigte Watzke an. "In mir wächst eh eine Tendenz, und dann wollen wir mal gucken."

wl/mak (sid, dpa)