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Sport

Zweiter Finalist: Andy Murray

Olympiasieger Andy Murray fordert im Endspiel der Australian Open den Serben Novak Djokovic heraus. Im Halbfinale gegen den aufschlagstarken Kanadier Milos Raonic braucht der Schotte starke Nerven und einen langen Atem.

Andy Murray steht zum fünften Mal im Finale der Australian Open in Melbourne. Der Weltranglisten-Zweite aus Großbritannien rang im Halbfinale den Kanadier Milos Raonic in fünf Sätzen mit 4:6, 7:5, 6:7 (4:7), 6:4 und 6:2 nieder. Murray verwandelte in einer hochklassigen Partie nach 4:03 Stunden seinen ersten Matchball. Damit kommt es beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels: Murray trifft am Sonntag auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien, der sich

am Donnerstag

in vier Sätzen gegen Roger Federer durchgesetzt hatte. 2015 hatte Djokovic das Finale gegen Murray in vier Sätzen gewonnen."Hoffentlich geht es jetzt anders aus", sagte Murray nach seinem hartumkämpften Sieg gegen Raonic. Seine bisherigen vier Endspiele in Melbourne hatte der Schotte nicht gewinnen können.

Verletzung behinderte Raonic

Milos Raonic schlägt den Ball zurück, im Halbfinale der Australian Open gegen Andy Murray. Foto: Getty Images

Starke Leistung von Milos Raonic

Raonic setzte Murray vor allem mit seinen harten Aufschlägen unter Druck. Der Kanadier schlug 23 Asse. "Jeder weiß, dass er einer der besten Aufschläger im Tennissport ist. Das war anfangs schon frustrierend", räumte Murray ein. "Dann aber habe ich seine Aufschläge besser 'gelesen'. Das war der Schlüssel zum Erfolg." Mit zwei frühen Breaks im fünften Satz bog der Olmpiasieger von 2012 auf die Siegerstraße ein. Raonic, Wimbledonfinalist von 2014, zertrümmerte aus Frust seinen Schläger und wurde verwarnt. Der Kanadier musste sich wegen einer Adduktoren-Verletzung mehrfach behandeln lassen. "Ich habe gemerkt, dass ihn die Verletzung behindert hat. Er wurde gegen Ende der Partie langsamer", sagte Murray. Raonic verpasste die Chance, als erster Kanadier in ein Grand-Slam-Finale einzuziehen.

Rittner sieht Anzeichen für Tennisboom

Das für sie erste Endspiel eines der vier wichtigsten Tennisturniere bestreitet am Samstag (Beginn 9.30 Uhr MEZ, ab 9.15 Uhr im DW-Liveticker) die deutsche Nummer eins bei den Frauen, Angelique Kerber. Die 28-Jährige ist im Duell mit der Titelverteidigerin und Weltranglisten-Ersten Serena Williams aus den USA

klare Außenseiterin

. Sollte Kerber gewinnen, erwartet Bundestrainerin Barbara Rittner "einen großen Tennisboom". Er sei schon zu spüren, sagte Rittner: "Das ist wie 2013, als Sabine Lisicki in Wimbledon im Finale stand."

sn/asz (sid, dpa)

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