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Aktuell Nahost

Zwölf Tote bei Zwischenfall an Jordaniens Grenze

Jordanische Soldaten haben an der Grenze zu Syrien zwölf Menschen erschossen, die aus dem Bürgerkriegsland einreisen wollten. In Jordanien leben mehr als eine Million syrische Flüchtlinge.

Syrische Flüchtlinge an jordanischer Grenze

Ein jordanischer Soldat patroulliert an der Grenze zu Syrien (Archivfoto)

Es habe gewaltsame Zusammenstöße mit einer 36-köpfigen Gruppe von Einreisewilligen gegeben, teilte die jordanische Armee mit. Mehrere Männer seien bewaffnet gewesen.

Zudem sei eine große Menge Rauschgift beschlagnahmt worden. Nach Angaben der jordanischen Regierung wurden zwei Millionen Drogen-Kapseln gefunden. Einige Mitglieder der Gruppe seien zurück nach Syrien geflohen.

Furcht vor Dschihadisten

Es ist der bislang schwerste Zwischenfall dieser Art. Jordanien fürchtet, dass Dschihadisten den Flüchtlingsandrang aus Syrien ausnutzen könnten, um unbemerkt ins Land zu gelangen. Von den tausenden Menschen, die an der Grenze auf eine Einreise hoffen, lässt das Königreich nur noch einige Dutzend pro Tag durch.

Laut der jordanischen Regierung leben inzwischen 1,4 Millionen syrische Flüchtlinge im Land. Das Land ist zunehmend mit der Situation überfordert. Auf zehn Einwohner kommt ein Flüchtling. Nur die wenigsten bekommen finanzielle Unterstützung.

Erst vor wenigen Tagen hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel gesagt, Länder wie Jordanien, die bei der Flüchtlingsaufnahme "die größte Last tragen in der Region", müssten gezielt unterstützt werden. Dies könne auch über einen "verbesserten Marktzugang" zur EU erfolgen.

haz/ml (afp, rtr, ap)