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Aktuell Welt

Zuckerberg warnt vor Diskriminierung von Moslems

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Partei für Muslime ergriffen. Sie seien auf Facebook und in sozialen Netzwerken willkommen. Sein Unternehmen werde für ihre Rechte kämpfen, versicherte Zuckerberg.

Es müsse für Muslime ein friedliches und sicheres Umfeld geben, betonte der Chef des milliardenschweren Weltunternehmens.

Zuckerberg verwies dabei auch auf seine jüdische Herkunft und die Erziehung durch seine Eltern. Seine Mutter und sein Vater hätten ihn gelehrt, das man Attacken auf Gemeinschaften nicht hinnehmen dürfe.

Verständnis für die Ängste

Nach den Terroranschlägen von Paris könne er sich die Ängste und Sorgen vieler Muslime vorstellen. Er könne nachvollziehen, dass viele von ihnen Angst hätten, für Taten verfolgt zu werden, die sie selbst nicht begangen hätten. Es sei deshalb wichtig, so Zuckerberg weiter, die Rechte von Muslimen zu schützen. Es dürfe keine Diskriminierung der muslimischen Gemeinschaft geben.

Die Stellungnahme des Facebook-Gründers und Chefs des sozialen Netzwerkes ist eine Replik auf Äußerungen des republikanischen US-Präsidentschäftsanwärters Donald Trump. Dieser hatte ein generelles Einreiseverbot für Muslime in den USA gefordert und damit weltweit für Empörung gesorgt.

Trump setzt sich ins Abseits

Auch mehrere seiner Rivalen im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner kritisierten ihn dafür scharf, Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush nannte ihn "verwirrt". Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte, Trumps Vorschlag sei nicht das, wofür die republikanische Partei stehe und auch nicht das, wofür die Vereinigten Staaten eintreten würden.

Unbeliebt hat sich Trump mit seinen Äußerungen auch in Schottland gemacht, dem Teil des Vereinigten Königreiches, aus dem seine Mutter stammt. Eine schottische Universität entzog dem republikanischen US-Präsidentschaftsanwärter wegen seines Rufs nach einem Einreiseverbot für Muslime die Ehrendoktorwürde. Trumps Äußerungen seien mit dem Ethos und den Werten der Robert Gordon University "in keiner Weise vereinbar", erklärte ein Sprecher der Hochschule der Stadt Aberdeen. Der ihm 2010 verliehene Ehrentitel werde deshalb aberkannt.

haz/rb (afp, ap, rtr)