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Aktuell Nahost

Zivile Opfer bei schwerem Luftangriff im Jemen

Ein schwerer Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition hat im Jemen viele Opfer gefordert. Das Bombardement galt dem Armee-Hauptquartier der schiitischen Huthi-Rebellen in der Hauptstadt Sanaa.

Nach Angaben von Medizinern wurden bei dem Luftschlag mindestens 44 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern sollen auch viele Frauen und Kinder sein. Die Angaben zu den Verletzten schwanken. Einige Quellen sprechen von mehr als 100 Verletzten, andere geben ihre Zahl mit mehr als 180 an.

Huthi-Hauptquartier im Wohngebiet

Der Luftangriff richtete sich gegen das Hauptquartier der schiitischen Huthi-Miliz, das in einem Wohngebiet im Zentrum von Sanaa liegt. Laut Augenzeugen wurden mindestens fünf Wohnhäuser vollständig zerstört. Sanaa wird, genauso wie ein Großteil des Landes, von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert. Wie die von den Huthis kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtet, wurden zudem Stellungen der Armee im Osten wie auch Westen von Sanaa angegriffen.

Im Jemen, dem ärmsten Land Arabiens, liefern sich Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen des sunnitischen Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Überall im Land kommt es mittlerweile zu Kämpfen. Der Staatschef selbst floh nach Saudi-Arabien.

Bereits fast 2000 Tote im Jemen

Seit dem Beginn der Kämpfe Mitte März wurden fast 2000 Menschen getötet und tausende weitere verletzt. Seit Ende März bombardiert ein von Saudi-Arabien geführtes, mehrheitlich schiitisches Militärbündnis Stellungen und Waffenlager der Aufständischen. Eine mehrtägige humanitäre Feuerpause wurde Mitte Mai trotz internationaler Appelle nicht verlängert.

cw/haz (dpa, rtr, afp)