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Aktuell Welt

Huthi-Rebellen feuern Rakete auf Saudi-Arabien

Am 14. Juni wollen Vertreter der Konfliktparteien im Jemen in Genf über einen möglichen Frieden verhandeln. Ungeachtet der Friedensbemühungen eskaliert die Lage im Land weiter.

Eigentlich wollen sie miteinander über Frieden sprechen. Doch der Konflikt im Jemen dauert unvermittelt an zwischen Anhängern des geflohenen sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Erstmals seit Beginn der Luftschläge einer arabischen Militärkoalition auf die Huthi feuerten die Rebellen eine Kurzstreckenrakete über die Grenze nach Saudi-Arabien. Nach Angaben der Nachrichtenagentur SPA wurde die Rakete vom Typ "Scud" vor dem Aufprall von der saudischen Luftabwehr abgeschossen.Die derzeit von den Rebellen kontrollierte jemenitische Agentur Saba meldete, dass die Huthis auf einen Luftwaffenstützpunkt des Königreichs nahe der Stadt Chamis Muschait gefeuert hätten. Saba zufolge haben Huthi-Aufständische und mit ihnen verbündete Milizen in der Nacht zum Samstag auch auf dem Boden saudische Grenzsoldaten angegriffen. Dabei hätten sie eine "große Zahl" von ihnen getötet, hieß es. Die saudischen Behörden meldeten am späten Freitagabend, dass an der Grenze ein Huthi-Angriff abgewehrt worden sei. Dabei seien vier saudische Soldaten getötet worden.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die seit dem 26. März Stellungen der Huthi im Jemen bombardiert. Ziel der sunnitischen Staaten des Bündnisses ist es, dem ins Exil geflohene Präsidenten Hadi wieder an die Macht zu verhelfen.

UN hofft auf erfolgreiche Gespräche

Die Vereinten Nationen versuchen seit Monaten, in dem Konflikt zu vermitteln. Zuletzt hatten die Konfliktparteien ihre Teilnahme an Friedengesprächen angekündigt. Nach Angaben eines Sprechers von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich die Regierung von Jemens Exil-Präsident Hadi ebenso wie die schiitischen Huthi-Rebellen bereit erklärt, an den Verhandlungen in Genf teilzunehmen. Sie sollen am 14.Juni beginnen. Die UN drängte beide Parteien, die Gespräche "in guter Absicht und ohne Vorbedingungen" zu führen. Der UN-Chef bekräftigte seine Forderung nach einer "humanitären Pause", um die Bevölkerung im Land mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.

sp/sosa (rtr, dpa, ap)