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Katastrophe

Zahlreiche Tote nach Brand in Kalifornien

Dutzende Menschen feiern in einem Lagerhaus, als ein Feuer ausbricht. Das Dach stürzt ein und das Gebäude wird für Viele zur Falle. Rettungskräfte bergen bislang neun Tote. Die Polizei rechnet mit deutlich mehr Opfern.

Nach dem verheerenden Feuer bei einer Party in Kalifornien gestalten sich die Bergungsarbeiten in dem Lagerhaus sehr mühsam. Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten, das Gebäude in der Stadt Oakland bei San Francisco abzusuchen, da es einzustürzen drohte. Unklar blieb deshalb weiterhin, ob es noch mehr Opfer gab. Die Polizei befürchtet jedoch deutlich mehr Tote.

Das Lagerhaus wurde anscheinend illegal genutzt, eine Genehmigung für die Party gab es nicht. Das Feuer brach am Freitag gegen 23.30 Uhr in dem zweistöckigen Gebäude aus. Wie es dazu kam, war zunächst unklar. Bilder aus der Nacht zeigten, wie hohe Flammen aus dem Lagerhaus schlugen. Mehr als 70 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin.

Einsturzgefahr

Schwierig wurde es für die Helfer als das Dach einstürzte und in Folge dessen auch die zweite Etage in Teilen einbrach. Ersthelfer zählten bislang neun Tote im Inneren der Ruine. Wie die Polizei mitteilte, betraten Rettungskräfte das Lagerhaus zwar kurzzeitig, mussten dann aber wieder das Gebäude verlassen, da die Einsturzgefahr zu groß war.

Für die Feuerwehr ist es schwierig in das einsturzgefährdete Gebäude vorzudringen (picture alliance/ZUMAPRESS.com)

Für die Feuerwehr ist es schwierig, in das einsturzgefährdete Gebäude vorzudringen

Die Behörden richteten eine Anlaufstelle für Angehörige ein. Nach Polizeiangaben befanden sich zwischen 50 und 100 Menschen in dem Gebäude. Es könne mehrere Dutzend Opfer geben. Nur wenige Menschen seien nach dem Brand in Krankenhäuser eingeliefert worden, so die Polizei.

Ein Feuerwehrmann sagte, das Innere des Gebäudes habe einem Labyrinth geglichen. Nach Angaben der Behörden gab es zwei Ausgänge. Die meisten der geborgenen Toten hätten im zweiten Stockwerk gelegen, sagte die Einsatzleiterin der Feuerwehr. Dorthin führte nur eine provisorische Treppe. Es gebe keine Erkenntnisse darüber, ob das Lagerhaus über eine Sprinkleranlage oder Rauchmelder verfügte.

Am Morgen nach der Brandkatastrophe begutachten Polizei und Feuerwehr das Gebäude (Getty Images/E. Nouvelage)

Am Morgen nach der Brandkatastrophe begutachten Polizei und Feuerwehr das Gebäude

Nach Informationen der Zeitung "East Bay Times" lebten rund 50 Menschen in dem Gebäude. Künstler nutzten Räume als Ateliers. Die Stadt leitete am 13. November eine Untersuchung ein, nachdem es Beschwerden über eine illegale Nutzung gegeben hatte. Man habe jedoch seither nicht klären können, ob Menschen in dem Haus lebten, da sich der zuständige Ermittler keinen Zugang verschaffen konnte, sagte Darin Ranelletti von der Planungsbehörde der Stadt. Das Gebäude durfte demnach lediglich als Lagerhaus genutzt werden. Eine Party in dem Gebäude hätte einer Zulassung bedurft, fügte Ranelletti hinzu. Eine solche habe es jedoch nicht gegeben.

cgn/qu (ap, afp, dpa, rtre)

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