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Kunst

World Press Photo Award 2017: Attentat auf den russischen Botschafter

Es ist das beste Pressefoto des Jahres: Das Bild des türkischen Fotografen Burhan Ozbilici zeigt den Moment nach dem Anschlag auf den russischen Botschafter in Ankara. Für die Jury ist es ein "explosives Bild".

"Attentat in Ankara", aufgenommen vom türkischen Fotografen Burhan Ozbilici, ist das Weltpressefoto des Jahres 2017. Das teilte die Stiftung World Press Photo am Montag in Amsterdam mit. Der Fotograf Ozbilici war am 19. Dezember bei der Eröffnung einer Kunstausstellung in Ankara, als der 22-Jährige türkische Polizist Mevlut Mert Altintas plötzlich eine Waffe zog und den russischen Botschafter Andrej Karlow erschoss. Der Attentäter hatte mehrfach "Vergesst Syrien nicht" gerufen. Er war anschließend von Sicherheitsbeamten getötet worden. "Ich weiß, dass ich meinen Job zu tun hatte. Als Journalist konnte ich nicht einfach davon laufen und meine eigene Haut retten", sagte Ozbilici der Presseagentur AFP.

Ein Zeitdokument, das den Irrsinn des globalen Kriegsgeschehens festhält

Die Jury würdigte das Foto als ein "explosives Bild, das den Hass in unserer Zeit ausdrückt." Sie hatte das Siegerfoto aus über 80.000 Einsendungen ausgewählt. Insgesamt wurden 45 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter sind auch drei Deutsche. Mehr als 5.000 Fotografen aus 125 Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für das beste Pressefoto des Jahres wurde zum 60. Mal verliehen.

Die ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die zunächst am 14. April in Amsterdam und anschließend 45 Ländern zu sehen ist.

sf/so (mit AFP/dpa)

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