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Kultur

Wolken verhindern Discovery-Landung

Wegen tief hängender Wolken hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Landung der "Discovery" um 24 Stunden verschoben. Die Raumfähre soll nun am Dienstagvormittag landen.

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Die Discovery muss vorerst im All bleiben

Space Shuttle Discovery Soichi Noguchi Weltraumspaziergang

Der Astronaut Steve Robinson arbeitet an der Internationalen Raumstation ISS

Die Raumfähre "Discovery" wird nicht, wie geplant, am Montag (8.8.2005) um 10.47 Uhr MESZ am Kernnedy Space Center in Florida landen. Wegen schlechten Wetters müsse die Landung auf Dienstag (9.8.) verschoben werden, teilte die Nasa mit. Die erste Möglichkeit dafür bestehe um 11.08 Uhr MESZ. Zusätzlich zu Cape Canaveral kämen dann zwei weitere Landeplätze in Kalifornien oder New Mexico in Betracht.

Optimismus an Bord

Space Shuttle Discovery Start ein Stück fällt ab

Ein Stück Isoliermaterial platzt kurz nach dem Start vom Tank der "Discovery"

Die sieben Astronauten zeigten sich nach einer letzten Inspektion des Shuttles am Sonntag optimistisch, sicher zu landen. "Die 'Discovery' ist in hervorragendem Zustand", sagte Kommandantin Eileen Collins in einem zur Erde übertragenen Interview. Die Fähre kann der Raumfahrtbehörde Nasa zufolge nach einer Reparatur am vorigen Mittwoch der großen Hitze beim Eintritt in die Atmosphäre standhalten. Die "Discovery" war am 26. Juli gestartet, um Lebensmittel und technische Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Dabei hatte sich ein Stück Isolierschaum des Treibstofftanks gelöst. Eine Untersuchung im All zeigte kleinere Schäden am Hitzeschild und am Fenster der Cockpits. Daraufhin entfernte ein Astronaut zwei hervorstehende Fugenfüller zwischen Hitzekacheln. Die "Columbia" war 2003 beim Start von Isoliermaterial getroffen worden. Dabei wurde das Hitzeschild beschädigt, was beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zum Auseinanderbrechen des Shuttles führte.

Üben für den Rückflug

An Computer-Simulationen übte die Besatzung am Sonntag den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, den riskantesten Teil des Rückflugs. Dieses Manöver steht dieses Mal unter besonders intensiver Beobachtung. In Anspielung auf die "Columbia"-Katastrophe sagte der NASA-Flugdirektor LeRoy Cain: "Wir blicken nach vorne, nicht zurück." Shuttle-Kommandantin Eileen Collins kann es offenbar gar nicht erwarten, wieder ins All zu starten. "Es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen und dran zu arbeiten, das Shuttle besser zu machen, um wieder zu fliegen."

Jubel in der ISS

ISS im Blick Blick aus dem Space Shuttle Discovery auf die Internationale Raumstation

Blick aus dem Space Shuttle auf die ISS

Auf dem Rückflug gab es noch eine gute Nachricht von der ISS. Dort arbeitet zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage der Raumstation. Es herrsche dort großer Jubel, berichtete Collins. Eine Aufgabe der "Discovery"-Besatzung war der Austausch eines defekten Steuerungsgeräts, eines so genannten Gyroskops. Nach dem Abdocken von der ISS kreiste die "Discovery" noch einmal um die Raumstation, von der aus mögliche Problemstellen des Shuttles fotografiert wurden. Die Besatzung war neun Tage und damit einen Tag länger als ursprünglich geplant bei der ISS geblieben, um zusätzlichen Nachschub von der Raumfähre auf die Station zu laden.

Wann wieder ein Shuttle zur ISS kommt, ist noch unklar: Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat alle Starts abgesagt, bis verschiedene Probleme bei der "Discovery" geklärt sind. Das Abplatzen eines rund 450 Gramm schweren Stücks Isolierschaum direkt nach dem Start sei nicht das einzige Problem, erklärte der stellvertretende Programm-Manager Wayne Hale in Houston. Insgesamt gebe es 47 "Besorgnis erregende" Punkte.

Mails an die Kinder

Space Shuttle Discovery Start Kontrollzentrum

Das Kontrollzentrum in Florida

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Wir sind glücklich, hier einige Zeit verbracht zu haben", sagte die Kommandantin der Raumfähre, Eileen Collins, am Samstag an die Adresse der beiden Besatzungsmitglieder der ISS. "Einige Erinnerungen werden für immer bleiben." Ihren beiden Kindern schickte sie während der Discovery-Mission täglich eine E-Mail aus dem All. "Ich sage ihnen, was ich tue, dass ich sie liebe und vermisse und dass sie sich keine Sorgen um uns machen sollen", sagte die 48-Jährige in einem Telefoninterview. Trotzdem stieg vor der Rückkehr der "Discovery" in Collins' Familie wie bei den Angehörigen der übrigen sechs Astronauten die Nervosität. (stu)

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