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Ostmitteleuropa

"Wir haben Waffen an Terroristen verkauft"

- Polnischer militärischer Nachrichtendienst beteiligte sich an illegalem Waffenhandel

Posen, 31.07.2003 WPROST ONLINE- WIADOMOSCI

"Aus unseren Erkenntnissen geht hervor, dass sich der Militärnachrichtendienst (WSI) in den Jahren 1993 -1997 am illegalen Waffenhandel beteiligt hat", erklärte Antoni Macierewicz, der Vorsitzende der Sonderkommission des Sejms.

"Es handelt sich dabei um die Fortführung der verbrecherischen Aktivitäten, die von dem Militärnachrichtendienst der Volksrepublik Polen begonnen wurden", sagte Antoni Macierewicz und fügte hinzu: "Die Waffen wurden an terroristische Strukturen in der arabischen Welt und an die russische Mafia, vor allem jedoch im Gebiet des durch Krieg heimgesuchten Jugoslawien verkauft."

Die Sonderkommission für Nachrichtendienste untersuchte seit 2002 die Beteiligung des Militärnachrichtendienstes an dem illegalen Waffenhandel. Diese Affäre kam durch die Zeitung "Rzeczpospolita" ans Tageslicht, in der die illegalen Waffenverkäufe in den Jahren 1992 bis 1997 beschreiben wurden, an denen sich Offiziere und Mitarbeiter des Militärnachrichtendienstes WSI beteiligt haben.

Nach Erkenntnissen der Zeitung Rzeczpospolita, wurden die Waffen aus den Lagern der polnischen Armee durch Estland nach Kroatien und Somalia geschmuggelt, die unter dem Embargo der UNO standen, sowie an die russische Mafia verkauft. Die Rolle des Vermittlers spielte dabei der internationale Terrorist al Kassar. (...) (Sta)

  • Datum 01.08.2003
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