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Wirtschaft

"Window Dressing" der Fonds bestimmt deutschen Aktienmarkt

Wie erwartet war am ersten Tag nach dem Weihnachtsfest bis zur Mittagszeit nicht viel los auf dem deutschen Aktienmarkt. Die Kurse stiegen aber dennoch.

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Viele Anleger sind noch im Weihnachtsurlaub, andere haben schon vor dem Fest ihre Depots für dieses Jahr geschlossen. Viele Kursbewegungen waren deshalb auch eher zufallsbedingt. Dabei spielte aber das sogenannte "Window Dressing" zahlreicher Fonds eine bestimmende Rolle. Damit die Vermögensbilder mit einem guten Erscheinungsbild ins neue Jahr gehen können, werden Titel, die während des Jahres gut gelaufen sind, noch schnell zugekauft, während andere Papiere, die eine schlechtere Performance gezeigt haben, abgestoßen werden.

Dabei kamen Autopapiere recht gut weg. Volkswagen und Daimler gehörten bis zur Mittagszeit zu den Spitzenreitern unter den Plus-Werten. Durchwachsen war dagegen bislang die Entwicklung bei den Technologietiteln, aber auch bei Banken. Der Deutsche Aktienindex hatte bis gegen 12 Uhr fast 78 Zähler zugelegt und notierte mit 5097 Punkten.

Auch am Neuen Markt blieb es weitgehend ruhig. Viele Kurse dümpelten so vor sich hin, die Händler hatten wenig zu tun. Bis zur Mittagszeit hatte der Nemax 50 einen Stand von 1145 Punkten erreicht, ein Plus von knapp 6 Zählern.

Dabei kamen recht gute Vorgaben aus New York. Angetrieben von den Einzelhandelswerten, die von dem guten Weihnachtsgeschäft profitierten, legte der Dow Jones Index in der Spitze gut 130 Zähler zu. Gegen Ende des Handels gab er dann aber von seinen Gewinnen wieder etwas ab, so daß der amerikanische Leitindex zum Schluß mit 10 088 Punkten notierte, ein Plus von 53 Zählern. Auch die Technologietitel, die an der Nasdaq gehandelt werden, verzeichneten Gewinne. Der Index der Technologiebörse verzeichnete zum Handelsschluß einen Gewinn von 16 Zählern und landete bei 1961 Punkten.

In Tokio setzte sich die positive Entwicklung an den internationalen Börsen fort. Trotz der im November niedrigsten Industrieproduktion seit 14 Jahren konnten insbesondere japanische Technologietitel deutliche Kursgewinne verzeichnen. Dagegen gaben Banken weiter nach. Der Nikkei-Index schloß mit einem Plus von 265 Zählern bei 10 458 Punkten.

  • Datum 27.12.2001
  • Autorin/Autor Wolf-Dieter Michaeli
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1YkV
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