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Aktuell Afrika

Wieder Tote bei Bombenanschlag in Somalia

Zwei Attentäter rasten mit Autos voller Sprengstoff in den Hauptsitz der Kriminalpolizei, dann stürmten Kämpfer die Wache. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

Nach Angaben des somalischen Ministeriums für Innere Sicherheit wurden bei dem Angriff in Somalias Hautpstadt Mogadischu insgesamt 13 Menschen getötet. Unter den Toten sind demnach sieben Mitglieder der Islamistenmiliz Al-Shabaab. Weitere 20 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Al-Shabaab hatte sich über den ihr nahestehenden Sender Radio Andalus zu dem Anschlag bekannt.

Schüsse, Rauch und Staub

Zwei Attentäter hätten ihre mit Sprengstoff beladenen Autos in das Polizeigebäude gerammt, das mitten in der Innenstadt an einer belebten Kreuzung liegt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Bewaffnete Kämpfer hätten daraufhin das Gebäude gestürmt. Etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Angriffs seien noch Schüsse zu hören gewesen, berichten Augenzeugen. Es habe überall Rauch und Staub gegeben.

Die islamistische Shabaab-Miliz ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden und verübt im Kampf gegen die somalische Regierung und ihre internationalen Unterstützer immer wieder Anschläge in dem Land am Horn von Afrika.

22.000 AU-Soldaten gegen Al-Shabaab

Erst am Dienstag waren bei einem Doppelanschlag in der Nähe des internationalen Flughafens von Mogadischu, wo sich auch Gebäude der Vereinten Nationen und ein Stützpunkt der Militärmission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) befinden, mindestens 13 Menschen getötet worden.

Al-Schabaab kämpft in Somalia seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen "Gottesstaat". Die islamistischen Rebellen wurden zwar vor fünf Jahren durch die Regierungstruppen und die 22.000 AU-Soldaten aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben. Sie kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen und dringen häufig bis ins Zentrum der Hauptstadt vor. In den vergangenen Monaten verübten sie mehrere Anschläge auf AMISOM-Soldaten und auf zivile Ziele wie Hotels.

cw/rb (dpa, afp)