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Mexiko

Wieder Journalist in Mexiko ermordet

Der 23-jährige Foto-Reporter war einen Tag zuvor von Unbekannten in Polizeiuniform aus seinem Haus heraus verschleppt worden. Die Täter schossen ihm mindestens drei Mal von hinten in den Hals.

Der Leichnam von Edgar Daniel Esqueda Castro wurde nach Angaben der Behörden nahe dem Flughafen von San Luis Potosí im Norden des Landes gefunden. Laut Medienberichten war die Leiche gefesselt und wies Folterspuren auf.

Der Fotograf hatte sich zuletzt darüber beschwert, in zwei Fällen von Polizisten bedroht und an seiner Arbeit gehindert worden zu sein, wie das Schutzprogramm für Menschenrechtsaktivisten und Journalisten des Innnenministeriums mitteilte. Die mexikanische Staatsanwaltschaft teilte mit, ihre Beamten hätten nichts mit der Entführung des 23-Jährigen zu tun.

Kollegen des Reporters demonstrierten vor der Regionalregierung in San Luis Potosí und forderten einen besseren Schutz für Journalisten. In diesem Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land bereits mindestens elf Reporter getötet. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Medienschaffende. Die Verbrechen werden nur selten aufgeklärt.

se/cw (rtr, afp, dpa)

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