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Aktuell Amerika

Wieder ein Toter durch Polizeikugeln

In der Nähe der von Protesten erschütterten US-Kleinstadt Ferguson hat es einen weiteren tödlichen Zwischenfall gegeben. Polizisten erschossen in Saint Louis einen Verdächtigen, der wohl mit einem Messer bewaffnet war.

Der Mann, ein Afro-Amerikaner, habe "Tötet mich jetzt" gerufen und sich den Polizisten genähert, teilte der Polizeichef von Saint Louis, Sam Dotson, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Beamten hätten dem Verdächtigen zunächst "mündliche Anweisungen" gegeben und dann "aus Sorge um ihre Sicherheit" geschossen.

Trauerfeier am Montag

In Ferguson selbst versammelten sich am Abend und in der Nacht erneut Demonstranten. Die Polizei nahm nach Angaben des Senders CNN am frühen Morgen einige Menschen fest, nachdem vereinzelt Wasserflaschen aus Plastik aus der Menge in Richtung Polizei geflogen waren. Die Polizei rief die Demonstranten auf, nach Hause zu gehen. Den Bildern zufolge, die der Nachrichtensender CNN zeigte, blieb die Lage im Vergleich zu den Tagen zuvor aber eher ruhig. Allerdings nahm die Polizei dennoch nach eigenen Angaben fast 50 Demonstranten fest.

Am 9. August war in dem Vorort von Saint Louis der unbewaffnete schwarze Teenager Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden - der Auslöser für die Unruhen.

Brown solle am kommenden Montag beerdigt werden, teilte der Anwalt der Familie, Benjamin Crump, mit. Es sei eine öffentliche Gedenkveranstaltung geplant, berichtete die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch". Der Anwalt äußerte die Erwartung, dass ranghohe Persönlichkeiten anwesend sein werden. Justizminister Eric Holder wird an diesem Mittwoch in Ferguson erwartet. Der Minister soll sich im Auftrag von Präsident Barack Obama ein Bild von der Lage verschaffen.

ml/wa (dpa, rtr)