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Politik

Wie sicher sind Pakistans Atomwaffen?

Die jüngsten Demonstrationen in Pakistan zeigen, dass der Kampf gegen das Taliban-Regime das Land spaltet. Die Atomwaffen Pakistans werden dadurch immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko.

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Demonstrationen am 9. November in Rawalpindi

Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf hat vor den Vereinten Nationen am Samstag erklärt, dass das Atomwaffenarsenal Pakistans "in sicheren Händen" sei und "gut bewacht" werde. Er ging damit auf Befürchtungen ein, pakistanische Atombomben könnten in die Hände des Terroristenführers Osama bin Laden fallen. Dieser hatte in seinem jüngsten Interview behauptet, er sei im Besitz von Atomwaffen.

Westliche Befürchtungen

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) äußerte sich vor einigen Tagen besorgt über die pakistanische Nukleartechnologie und deren mögliche Nutzung durch Terroristen.

Pervez Musharraf

Pervez Musharraf

In amerikanischen Medienberichten waren in letzter Zeit Sorgen laut geworden, dass die Sicherheit der pakistanischen Atomsprengköpfe nicht gewährleistet sei: Das US-Magazin "The New Yorker" berichtete, dass sich schon eine US-Eliteeinheit darauf vorbereite, die pakistanischen Atombomben zu entwenden, falls es zu einem Umsturz im Land komme. Die US-Spezialkräfte würden dabei von Mitgliedern der israelischen Geheimeinheit 262 unterstützt.

Pakistanische Beruhigungsversuche

Musharraf und sein Außenminister Abdul Sattar weisen seit Wochen auf die Kontrollmechanismen für die pakistanischen Atomwaffen hin. Die US-Zeitung "Washington Post" berichtete am Sonntag, dass die Regierung in Islamabad die Atomwaffen in mindestens sechs neue geheime Lager unterbringen ließ. Dies sei schon unmittelbar nach den ersten US-Angriffen auf Afghanistan am 7. Oktober geschehen. Zudem sei die Überwachung neu organisiert worden. Offiziere, die den afghanischen Taliban oder anderen religiösen Extremisten nahe stehen, seien ersetzt worden.

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