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Sport

Wie aus einer anderen Welt: Schwimm-Superstar Michael Phelps

Es war eigentlich eine "mission impossible". Doch Michael Phelps hat es möglich gemacht. Der Schwimm-Superstar aus den USA stellte einen neuen Rekord auf: In Peking gewann Phelps acht Mal Gold.

Michael Phelps jubelt in Peking. Quelle: dpa

Der Überflieger unter den Schwimmern

Als Kind war Michael Phelps hyperaktiv. Der Junge aus Baltimore musste Psychopharmaka schlucken - und begann im Alter von elf Jahren zu schwimmen. Der Sport war eine Möglichkeit, überschüssige Energie loszuwerden. Seiner Mutter Debbie Phelps versprach er damals: "Eines Tages wirst du bei Olympia Tränen der Freude weinen."

Schon als Jugendlicher war Phelps unersättlich, bestritt einmal in zwei Tagen 24 Rennen. Und er hatte Erfolg. Mit 14 Jahren qualifizierte er sich für die olympischen Spiele 2000 in Sydney, wo er immerhin das Finale über 200 Meter Schmetterling erreichte und Fünfter wurde. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Phelps in die absolute Weltspitze vordringen würde. 2001 wurde er als 15-Jähriger der jüngste Weltrekordler aller Zeiten. Im gleichen Jahr holte er sich seinen ersten von inzwischen neun Weltmeistertiteln.

"Vielleicht war alles vorbestimmt"

Michael Phelps bei einem Startsprung in Athen 2004. Quelle: epa, dpa

Auch schon in Athen eine Klasse für sich

Bei den olympischen Spielen 2004 in Athen schnupperte Phelps schon einmal am Uralt-Rekord seines Landsmanns Mark Spitz: Sechs Mal Gold, ein Mal weniger als Spitz 1972 in München. "Aus Gott wurde Mensch", titelte damals eine deutsche Zeitung. Jetzt in Peking hat Michael Phelps den Rekord geknackt: Acht Olympiasiege, fünf alleine, drei mit den US-Staffeln. "Es war verdammt harte Arbeit, und am Ende war alles perfekt", resümierte Phelps, "vielleicht war alles vorbestimmt." Mit jetzt 14 Goldmedaillen ist Phelps der erfolgreichste Sportler in der Geschichte der olympischen Sommerspiele, und das im Alter von 23 Jahren.

Arme wie Flügel, Füße wie Boote

Blick von oben auf den schwimmenden Michael Phelps, mit ausgebreiteten Armen Quelle: ap

Für Mark Spitz ist Phelps "wie der erste Mensch auf dem Mars". Auch Mark Warnecke, früher Weltmeister im Brustschwimmen, jetzt Schwimm-Experte der Deutschen Welle, staunt über den Superstar: "Der Mann ist ein Phänomen. Er hätte, wenn es erlaubt wäre, wahrscheinlich in der Lagen-Staffel auch zwei Strecken schwimmen können." Trotz seines Mammutprogramms stellte Phelps in Peking sieben Weltrekorde auf. Wie kann das sein, fragen sich Laien und Experten gleichermaßen. Körperlich scheint Phelps wie für den Schwimmsport geschaffen: 1,93 Meter groß, 91 Kilogramm schwer. Die Spannweite seiner Arme beträgt 2,04 Meter. Phelps hat Füße wie Boote, Schuhgröße 48,5. Sein Herz pumpt 30 Liter Blut pro Minute durch seinen Körper, doppelt so viel wie üblich. Außerdem trainiert er wie besessen.

Dopingverdacht schwimmt mit

Aber erklärt das seine außergewöhnliche Dominanz? Der Dopingverdacht schwimmt mit. "Ich weiß, dass ich sauber bin", sagt Phelps und verweist auf die zahlreichen Kontrollen, die bisher alle negativ waren. Der Superstar nimmt auch an einem Programm der amerikanischen Anti-Doping-Agentur teil, bei dem Blut- und Urinproben über die normalen Kontrollen hinaus genommen werden.

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