Wichtigster Buchpreis des Iran geht an deutschen Theologen | Bücher | DW | 08.02.2018
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Bücher

Wichtigster Buchpreis des Iran geht an deutschen Theologen

Der Autor Klaus von Stosch lehrt katholische Theologie an der Universität Paderborn. Er beschäftigt sich mit dem muslimisch-christlichen Zusammenleben. Den Preis überreichte der iranische Präsident Hassan Rohani.

Der 46-jährige Professor ist der erste christliche Theologe, der für ein Buch über den Islam geehrt wird. Der mit 10.000 Dollar (8.170 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als wichtigster Buchpreis des Iran. Seine Publikation "Herausforderung Islam. Christliche Annäherungen" handle von der Koexistenz von Muslimen und Christen in Europa und dem Westen. Der "World Award for Book of the Year of Islamic Republic of Iran" wurde von Stosch am Mittwoch (07.02.2018) in Teheran vom iranischen Präsidenten Hassan Rohani überreicht.

Studie über das Zusammenleben von Christen und Muslimen

"Ich freue mich besonders, dass durch diese Auszeichnung deutlich wird, dass sich auch Muslime durch mein Einführungsbuch zum Islam richtig verstanden fühlen. Das bestärkt mich sehr darin, durch meine Arbeit weiterhin Brücken zwischen Christen und Muslimen zu bauen", sagte der Theologe. Der Preis sei Ermutigung für alle, die sich für ein emanzipatorisches, menschenfreundliches und modernes Islamverständnis einsetzen", schrieb der Leiter des Zentrums für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften der Universität Paderborn auf Facebook.

Insgesamt wurden 28 Bücher für den "World Award for Book of the Year of Islamic Republic of Iran" eingereicht. Neun Titel wurden mit einem Preis geehrt. 

In den vergangenen Wochen hat der Iran hauptsächlich für negative Schlagzeilen gesorgt. Demonstrationen jüngerer Bevölkerungsschichten gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik im Iran wurden blutig von Regierungseinheiten beendet. Rädelsführer wurden scheinbar willkürlich festgenommen. Entzündet hatten sich die Proteste Ende Dezember 2017 im ganzen Land an den steigenden Preisen für Eier und Benzin.

so/pg (dpa/Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften der Uni Paderborn)

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