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Bundesliga

Wer wird neuer Bayern-Trainer?

Kommt Thomas Tuchel oder eisen die Bayern Julian Nagelsmann in Hoffenheim los? Oder wird es ein Trainer, den noch keiner auf dem Schirm hat? Diese Kandidaten kommen als neuer Bayern-Coach infrage.

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Wer wird der neue FC Bayern-Trainer?

Pep Guardiola weiß schon, wer neuer Bayern-Trainer wird, weil Bayern-Präsident Uli Hoeneß dem Katalanen das Geheimnis bei einem gemeinsamen Mittagessen verraten hat. Guardiola ist mit dem Neuen einverstanden. Die Bayern-Führung um Uli Hoeneß und Karl-Heinz-Rummenigge hat sich also offenbar auf einen neuen Bayern-Trainer und Nachfolger für Carlo Ancelotti festgelegt. In den kommenden Tagen will man ihn präsentieren. Wer es wird, ist aber noch nicht bekannt. Diese fünf Kandidaten kommen infrage - und vielleicht weiß einer von ihnen ja auch bereits, wer neuer Bayern-Trainer wird.

1. Thomas Tuchel:

Der Ex-Dortmunder ist derzeit ohne Vertrag. Tuchel gilt als exquisiter Fußballfachmann und Taktikexperte. Dass er trotz des Sieges im DFB-Pokal beim BVB letztlich scheiterte, lag an seinen menschlichen Qualitäten. Tuchel gilt als schwieriger Charakter - eine Eigenschaft, die die Bayern abschrecken könnte, zumal der "falsche Umgang" mit einigen Spielern bei Carlo Ancelotti letztlich der Trennungsgrund war. Auf der anderen Seite bevorzugt Tuchel das System Guardiolas, mit dem der FC Bayern - zumindest national - große Erfolge gefeiert hat. Guardiola ist mit den Münchenern dreimal unangefochten Meister geworden, nur international hat es nicht gereicht. Sportlich passt Tuchel also - allerdings zählt das Sportliche bei den Bayern momentan nicht ausschließlich.

2. Julian Nagelsmann:

Der 30-jährige Coach der TSG Hoffenheim gilt als Wunschtrainer von Uli Hoeneß. Das passt insofern, als es schon immer Hoeneß' Politik war, diejenigen Spieler oder Trainer aus der Bundesliga nach München zu holen, die dem FC Bayern wehtun könnten. Nagelsmann hat das mit der TSG bereits zweimal geschafft. 0:1 und 0:2 hieß es bei den vergangenen beiden Bundesligaduellen aus Sicht des Rekordmeisters. Nagelsmann will zum FC Bayern, das hat er zuletzt im Interview mit Eurosport offen zugegeben. Die Frage war bisher nur, ob er auch kann. Seinen Vertrag in Hoffenheim hat Nagelsmann im Juni bis 2021 verlängert. Hat er eine Bayern-Klausel in sein Arbeitspapier mitaufnehmen lassen? Falls ja, profitieren die Bayern jetzt davon. Hoeneß und Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp sind gut miteinander bekannt. Man darf also davon ausgehen, dass die Verhandlungen - so sie denn stattgefunden haben - in friedlicher Atmosphäre abgelaufen sind.

3. Lucien Favre:

Mit Mönchengladbach feierte er große Erfolge und festigte damit seinen Status als außergewöhnlicher Trainer. Auch in Frankreich, wo er OGC Nizza trainiert, läuft es - seit der Schweizer da ist - erfolgreich. Das bekommen natürlich auch die Münchener mit. Eine persönliche Verbindung zu Favre besteht zudem, da er sich zu aktiven Zeiten bei Servette Genf das Hotelzimmer mit Bayerns heutigem Vorstandsboss Rummenigge teilte. Dieser lobte Favre einst als "Fußball-Verrückten im Positiven". Der Schweizer habe Tag und Nacht Fußball gelebt und "mit dem Trainer stundenlang über Taktik diskutiert. Danach hat er es uns Spielern erklärt", so Rummenigge. Favre passt zu Bayern: Er kennt die Liga, spricht die Sprache und weiß, wie man eine strauchelnde Mannschaft wieder in die Spur bekommt.

4. Mehmet Scholl:

Der ehemalige Bayern-Spieler könnte als eine Art "Feuerwehrmann" gemeinsam mit Willy Sagnol bis zu dem Zeitpunkt, an dem Julian Nagelsmann frei wird, das Ruder bei den Bayern übernehmen. Scholl hat bereits Erfahrung als Bayern-Trainer, wenn auch nur in der Jugend und in der U23. Vom April 2009 bis Juni 2010 und in der Saison 2012/2013 trainierte er die zweite Mannschaft. Sein Punkteschnitt konnte sich sehen lassen. Weitere Argumente, die für Scholl sprechen: Der gebürtige Karlsruher verkörpert das von Hoeneß geforderte "Mia san mia". Er kennt den Verein und dessen Führung sehr genau. Und er könnte ein befristetes Engagement in der Bundesliga als Chance sehen, sich bei anderen Vereinen als Trainerkandidat zu empfehlen.

5. Jupp Heynckes:

Immer dann, wenn die Not beim FC Bayern groß ist, greift Uli Hoeneß zum Telefon und ruft bei seinem alten Freund Jupp Heynckes an. So war es 2009, als Hoeneß Jürgen Klinsmann gefeuert hatte, und im März 2011, als Heynckes Andries Jonker ersetzte, der nach der Trennung von Louis van Gaal als Interimscoach bei den Bayern auf der Bank saß. Mit Heynckes feierte der FCB 2013 den Gewinn des Triples. Danach zog sich der damals bereits 68-Jährige in seine Heimat Mönchengladbach und ins Rentnerleben zurück. Das muss er jetzt - mit 72 - wieder aufgeben und in die Hektik des Traineralltags zurückkehren, wenn er seinem Freund Uli noch ein letztes Mal helfen will. Die Spieler würden sich sicher freuen und ihren "alten Trainer" mit offenen Armen empfangen. Fraglich ist allerdings, ob Heynckes - Freundschaft hin oder her - sich das noch einmal antun möchte.

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