Weniger Falschgeld in Deutschland | Wirtschaft | DW | 26.01.2018
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Wirtschaft

Weniger Falschgeld in Deutschland

Die neuen, schwerer zu fälschenden Euro-Scheine sorgen für einen Rückgang des Falschgelds in Deutschland. Die Zahl der eingezogenen Euro-Blüten sank 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Weltweit sah es anders aus.

Im Kampf gegen Euro-Blüten haben die Notenbanken im gemeinsamen Währungsraum aufgerüstet. Verbesserte Sicherheitsmerkmale machen es Geldfälschern immer schwerer, die Banknoten der europäischen Gemeinschaftswährung nachzumachen. Verbesserte Sicherheitsmerkmale - unter anderem das durchsichtige Porträtfenster und die so genannte Smaragdzahl - gelten als Hürden für Fälscher. Und so entfielen 2017 in Deutschland die meisten Blüten auf die alte Serie des 50 Euro-Scheins, der seit vielen Jahren am beliebtesten bei Kriminellen ist. Die überarbeitete Version des Fünfzigers wurde Anfang April 2017 ausgegeben. Der neue Zwanziger war bereits im November 2015 unters Volk gebracht worden. Im ersten Halbjahr 2019 sollen die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine folgen.

Insgesamt wurden 2017 in Deutschland rund 72.900 Euro-Blüten sichergestellt - 11,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie die Bundesbank mitteilte. Den rechnerischen Schaden bezifferte die Bundesbank auf insgesamt rund 4,1 Millionen Euro. Das war ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Den höchsten Schaden eines Jahres hatte es in Deutschland 2004 mit 6,1 Millionen Euro gegeben.

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Weltweit mehr Euroblüten

Weltweit haben Geldfälscher im vergangenen Jahr allerdings mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als 2016. Polizei, Handel und Banken zogen rund um den Globus rund 694.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr. Das waren nach Angaben der Europäische Zentralbank (EZB) rund 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Fälscher richteten mit Euro-Blüten einen Schaden von rund 36 Millionen Euro an. 2016 waren es noch 40 Millionen Euro. Damals hatte es besonders große Schäden mit 500-Euro-Scheinen gegeben.

tko/dk (dpa, rtr)

 

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