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Kultur

"Welcome to New York" in den USA gestartet

Der Skandalfilm über die Affäre von Dominique Strauss-Kahn, mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle, schaffte es nicht in Europas Kinos. In den USA kam der Film jetzt in einer gekürzten Version in die Filmtheater.

Im vergangenen Jahr sorgte er beim Filmfestival in Cannes für einen handfesten Skandal. Obwohl "Welcome to New York" gar nicht im offiziellen Programm lief, zeigten die Produzenten den Film des US-Regisseurs Abel Ferrara in Cannes - am Rande des Festivals in einer Sondervorführung. Damit hatten sie die Weltöffentlichkeit auf ihrer Seite. Anschließend lief das Werk, das kaum verhüllt die Sex-Affäre des ehemaligen französischen Politikers Dominique Strauss-Kahn erzählt, weltweit bei verschiedenen Filmfestivals. Ins Kino kam er nicht. Die französische Produktionsfirma wollte sich Ärger ersparen und bot den Film nur über Streaming-Dienstleister im Internet an.

Umstrittenes Filmwerk

Skandalös war "Welcome to New York" gleich aus mehreren Gründen. Die Sexaffären des damaligen Direktors des Internationalen Weltwährungsfonds werden im Film recht offenherzig gezeigt - ohne freilich die realen Namen zu nennen. Auch das hemmungslose Spiel des französischen Stars Gérard Depardieu, der inzwischen die russische Staatsbürgerschaft hat, wurde vielfach als skandalös bezeichnet. "Welcome to New York" bekam in Cannes und bei weiteren Aufführungen zumeist sehr negative Kritiken.

Filmstill Welcome to New York (Foto: Eurovideo)

Wilde Gelage im Hotel - Gérard Depardieu als Politiker namens Deveraux

Nun ist der Film am Wochenende in den amerikanischen Kinos angelaufen - und der nächste Streit ist vorprogrammiert. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" läuft "Welcome to New York" in den USA nur in einer um 17 Minuten gekürzten Fassung. Regisseur Abel Ferrara protestierte scharf gegen diese Kürzung, die allerdings von seiner eigenen Produktionsfirma vorgenommen wurde. "Die Version, die in den USA herauskommt, könnte Zuschauer dazu verleiten zu glauben, das Opfer habe sich alles nur eingebildet", sagte Ferrara.

Filmstill Welcome to New York (Foto: Eurovideo)

Abgeführt - Deveraux (Depardieu) im Film "Welcome to New York"

Dominique Strauss-Kahn war wegen sexueller Belästigung eines Zimmermädchens in einem New Yorker Hotel festgenommen worden. Seine politischen Ämter musste er daraufhin niederlegen. Die Anklage in den USA wurde später aufgehoben, Strauss-Kahn kehrte nach mehrwöchiger Haftzeit und Hausarrest nach Frankreich zurück. Dort stand der Politiker vor kurzem noch wegen der Beteiligung an Sex-Partys vor Gericht. Ein Urteil wird im Juni gefällt. Der Film "Welcome to New York" von Regisseur Abel Ferrara ist in Deutschland beim Anbieter "Eurovideo" auf DVD erschienen.

jk/rey (SZ/Eurovideo/IMDb)

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