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Aktuell Kultur

Strauss-Kahn will Filmemacher verklagen

Dominique Strauss-Kahn fühlt sich in dem Film "Welcome to New York" mit Gérard Depardieu verleumdet und erstattet nun Anzeige. Im Film würden die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn wieder aufgerollt.

Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, habe sich dazu entschieden, eine Anzeige wegen Verleumdung zu erstatten, teilte sein Anwalt Jean Veil am Montag (19.05.2014) in einem Radiointerview auf Europe 1 mit und schimpfte mit deutlichen Worten über den Film "Welcome to New York" von Regisseur Abel Ferrara. Der Film wurde am Rande des

Filmfestivals in Cannes

gezeigt und kann seit dem Wochenende on demand im Internet abgerufen werden. In vielen Ländern kommt der Film gar nicht in die Kinos.

Anwalt: "Recht auf Vergessen"

Der Streifen mit Gérard Depardieu, der die sexbesessene Hauptfigur spielt, greife die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den ehemaligen IWF-Chefs auf und sei antisemitisch. Der Name Strauss-Kahns fällt in dem Film jedoch nicht. Veil sagte, dass Strauss-Kahn über den Film "angewidert und entsetzt" gewesen sei und betonte, dass jeder Mensch "das Recht auf Vergessen" habe.

Schauspieler Gérard Depardieu (l) und Regisseur Frédéric Auburtin (r) beim Filmfestival in Cannes 2014. (Foto: REUTERS/Regis Duvignau)

Gérard Depardieu (l) und Frédéric Auburtin (r) in Cannes

Im Mai 2011 war Dominique Strauss-Kahn in New York festgenommen worden und von seinem Posten als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten. Ihm wurde vorgeworfen, ein Zimmermädchen in einem Hotel vergewaltigt zu haben. Das Strafverfahren gegen ihn wurde schließlich beigelegt, weil sich die Klägerin und der Beschuldigte außergerichtlich einigten.

rey/ld (AFP, dpa)

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