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Aktuell Welt

Wasserwerfer gegen APEC-Gegner

Am Rande des Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) ist es zu Ausschreitungen gekommen. In der philippinischen Hauptstadt Manila versuchten hunderte Demonstranten, in das Tagungszentrum vorzudringen.

Am zweiten und letzten Tag des APEC-Gipfels ist die philippinische Polizei mit Wasserwerfern gegen hunderte Gegner des Treffens vorgegangen. Die Fäuste in die Luft streckend und Plakate vor sich hertragend, versuchten sie zum Tagungsort vorzudringen, wo Präsident Benigno Aquino seinen US-Kollegen Barack Obama, den chinesischen Staatschef Xi Jinping und andere Gäste empfing. Mit Schlagstöcken und Schutzschilden ausgerüstete Bereitschaftspolizisten stoppten die aufgebrachte Menge.

Die Demonstranten könnten ihre Meinung sagen, müssten dann aber abziehen, erklärte eine Sprecherin des philippinischen Präsidenten. Nach Polizeiangaben gingen rund 2000 Menschen auf die Straße. Festnahmen oder Verletzte gab es nicht. Die Regierung hat insgesamt 20.000 Sicherheitskräfte mobilisiert, um den Gipfel abzuschirmen.

Protest gegen Freihandel

Anlass für die Proteste ist das zentrale Anliegen der Veranstaltung. Die 21 Pazifikanrainerstaaten und ihre entsandten Vertreter versuchen den Freihandel in der Region weiter auszubauen. Die Demonstranten sind überzeugt, dass die Schere zwischen Arm und Reich durch Freihandelsabkommen wächst.

Darüber hinaus thematisieren die Teilnehmer des APEC-Treffens die Gefahren des internationalen Terrorismus. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Dokument soll zum Abschluss des Gipfels veröffentlicht werden. Die Unterzeichner erwähnen darin die jüngsten Terroranschläge von Paris und Beirut sowie den Bombenanschlag auf das russische Passagierflugzeug in Ägypten.

"Wir lassen es nicht zu, dass der Terrorismus die Grundwerte bedroht, die unsere freien und offenen Volkswirtschaften stützen", heißt es in dem Entwurf. "Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Chancen im Leben gehören zu den wichtigsten Werkzeugen, um die Ursachen von Terrorismus und Radikalisierung anzugehen. Wir betonen die dringende Notwendigkeit größerer internationaler Kooperation und Solidarität, um den Terrorismus zu bekämpfen."

bri/haz (afp, dpa, ap)