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Musik

War David Bowies Song "Lazarus" doch keine Todesandeutung?

"Lazarus", der letzte Song David Bowies, war möglicherweise doch kein Hinweis auf den bevorstehenden Tod des Ausnahmekünstlers. Eine BBC-Dokumentation widerspreche jetzt dieser Deutung, schreibt der "Guardian".

David Bowie hätte am 8. Januar 2017 seinen 70. Geburtstag gefeiert. Ein Jahr zuvor, am 8. Januar 2016, war sein 25. Studioalbum "Blackstar" erschienen - zwei Tage später, am 10. Januar 2016, verstarb Bowie an Krebs.

Sein letzter Song "Lazarus" vom Album "Black Star" war von Fans weltweit bisher als Hinweis auf Bowies kurz bevorstehenden Tod interpretiert worden. Im Musikvideo zu dem Song ist Bowie als schwerkranker Mann in einem Krankenhausbett zu sehen. Zudem singt er: "Look up here, I'm in heaven".

In der BBC-Dokumentation "The Last Five Years", die am 7. Januar auf BBC 2 und am 13. Januar auf arte zu sehen ist, wird dieser Deutung jetzt aber widersprochen - deshalb müsse "Lazarus" neu interpretiert werden, schreibt die britische Tageszeitung "The Guardian". Johan Renck, der Regisseur des Videos, sagt in dem Film, Bowie habe erst kurz vor seinem Tod erfahren, dass er den Kampf gegen den Krebs verlieren wird. Die Dramaturgie des Videos habe aber schon eine Woche vorher festgestanden.

Er habe erst später gehört, so Renck, dass Bowie ausgerechnet in der Drehwoche die endgültige Diagnose bekommen hatte. Dass Bowie in dem Video zu "Lazarus" im Krankenhausbett liege, habe also nichts damit zu tun. "Ich will nur ein einfaches Performance-Video machen", zitiert Renck Bowie in der BBC-Doku. Das Bett sei demnach nicht das Totenbett des kranken Künstlers, sondern beziehe sich auf den biblischen Lazarus.

nf/jj (guardian/bbc)

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