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Aktuell Nahost

Waffenruhe für Jemen vereinbart

Die Konfliktparteien im Jemen haben sich nach Angaben der Vereinten Nationen auf eine Waffenruhe verständigt, die ab 10. April gelten soll. Zudem sollen die Friedensgespräche wiederbelebt werden.

Schwere Zerstörungen in der Stadt Taiz (Foto: Reuters)

Schwere Zerstörungen in der Stadt Taiz

"Die Konfliktpartien haben sich auf eine landesweite Einstellung der Kampfhandlungen ab dem 10. April geeinigt", sagte der UN-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed in New York. Zudem sei vereinbart worden, dass am 18. April in Kuwait die Friedensgespräche zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthi-Rebellen wieder aufgenommen werden sollten. Nach ausführlichen Beratungen mit den Konfliktparteien habe er die Zusicherung erhalten, dass "alle Parteien" an den Friedensgesprächen teilnähmen. "Das ist wirklich unsere letzte Chance", sagte Ould Cheikh Ahmed. Der Krieg müsse beendet werden.

Die schiitische Huthi-Miliz hatte Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 fliegt eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens Luftangriffe im Jemen, um die vom Iran unterstützten Rebellen zurückzudrängen und Hadi zu ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit dem saudiarabischen Eingreifen etwa 6300 Menschen getötet. Bisherige Friedensverhandlungen verliefen erfolglos. Eine Mitte Dezember in Kraft getretene Feuerpause scheiterte.

Attacke auf Trainingslager

Bei einer Attacke von US-Kampfbombern in der südöstlichen Region Hadramaut wurden zuletzt mindestens 40 Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. 25 Extremisten seien bei dem Angriff in der südöstlichen Region Hadramaut am Dienstag zudem verletzt worden, erklärten die Provinzregierung und Stammesvertreter. Dem US-Verteidigungsministerium zufolge galt der Luftangriff einem Trainingslager, das von "mehr als 70" Islamisten genutzt worden sei.

Das Pentagon sprach in einer ersten Stellungnahme von "dutzenden Toten". Einem Stammesvertreter zufolge waren die Opfer neue Rekruten der Organisation "Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel" (Aqap). Die USA greifen die Al-Kaida-Kämpfer im Jemen regelmäßig mit Drohnen an, oftmals werden dabei Fahrzeuge bombardiert. Aqap wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht, unter anderem bekannte sich die Gruppe zu dem Angriff auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Januar 2015.

kle/fab (afp, rtr)