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Asien

Waffenhandel mit dem Iran aufgedeckt?

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach Angaben aus diplomatischen Kreisen in New York einen Waffenhandel zwischen Nordkorea und dem Iran aufgedeckt. In einem Frachter wurden unter anderem Raketen entdeckt.

Iranische Soldaten halten ihre AK-47 (Foto: AP)

Beliefert Nordkorea den Iran?

Das UN-Sanktionskomitee habe eine entsprechende Mitteilung der Vereinigten Arabischen Emirate bekommen, hieß es aus UN-Kreisen. Die Emirate am Persischen Golf sind Hauptumschlagsplatz für Exporte in den Iran. Es handele sich bei dem Schiff um den unter der Flagge der Bahamas fahrenden Frachter "ANL Australia". In einem Versteck seien Panzerabwehrraketen und andere Waffen entdeckt worden. Die Waffen seien zum Teil als Maschinenteile deklariert gewesen. Die Behörden der Emirate hätten das Schiff gestoppt und die Weiterfahrt unterbunden, hatte zuvor auch die "Financial Times" unter Berufung auf Diplomaten berichtet.

Nordkoreanische Scud und andere Rakten im Korea War Memorial Museum in Seoul (Foto: AP)

Was sehen die Kontrollen nicht?

Wie es aus UN-Kreisen in New York weiter hieß, meldeten die Emirate den Verstoß Pjöngjangs und Teherans schon vor etwa zwei Wochen an das zuständige Sanktionskomitee des Weltsicherheitsrates. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Samstag unter Berufung auf Diplomaten in New York, das Komitee werde demnächst zusammentreten, um über den Fall zu beraten. Eine Stellungnahme des UN-Komitees gibt es noch nicht.

Ziel: Einnahmen verhindern

Resolution 1874 des UN-Sicherheitsrats verbietet Nordkorea seit Juni jeglichen Waffenhandel. Die Resolution war als Reaktion auf Nordkoreas zweiten Atomwaffentest erlassen worden. Mit dem Embargo sollte das Regime, dessen Einnahmen vor allem vom Waffenhandel kommen, finanziell getroffen werden. Die Resolution ist völkerrechtlich verbindlich und steht unter Kapitel VII der UN-Charta, das notfalls auch die Anwendung von Gewalt zulässt.

Verdächtige nordkoreanische Schiffe können unter bestimmten Voraussetzungen auf Waffenlieferungen überprüft werden. US-Militärs hatten im Juni bereits ein möglicherweise mit Waffen beladenes nordkoreanisches Schiff fast zwei Wochen lang beschattet - und dadurch die Auslieferung der Fracht verhindert. (sam/mw/dpa/ap/afp)

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