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Fußball

Vorfreude auf Pokal-Krimi

Das zweite DFB-Pokal-Halbfinale ist ein Klassiker: Mönchengladbach gegen Bayern München. Beide Teams sind in Topform. Nach dem Dortmunder Einzug ins Pokal-Endspiel wird über Nationalspieler Großkreutz diskutiert.

Patrick Hermann trifft gegen Bayern-Torwart Manuel Neuer. Foto: dapd

Patrick Hermann traf gegen Bayern-Torwart Manuel Neuer

Gladbachs Sportdirektor Eberl. Foto: dpa-pa

Gladbachs Sportdirektor Eberl

"Wir wollen das Unmögliche möglich machen", sagt Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach. Noch nie hat es eine deutsche Mannschaft geschafft, innerhalb einer Saison den Rekordmeister FC Bayern München dreimal zu besiegen. In der Bundesliga zogen die Bayern sowohl in der Hin-, als auch in der Rückrunde den Kürzeren: 0:1 in München, 1:3 in Mönchengladbach. Heute wollen die Gladbacher im DFB-Pokal-Halbfinale den dritten Streich folgen lassen. "Das sind diesmal andere Vorzeichen als im August und im Januar" warnt Trainer Lucien Favre. "Die Bayern sind stabil geworden. Sie haben die Klasse der deutschen Nationalmannschaft, plus Ribéry und Robben." Vor Ehrfurcht erstarren wird die Borussia aber nicht. Schließlich haben die Gladbacher seit mehr als einem Jahr kein Heimspiel mehr verloren. Der 2:1-Auswärtssieg am vergangenen Samstag in Leverkusen hat dem Tabellen-Dritten der Bundesliga weiteren Rückenwind gegeben. Und schließlich steht auch noch Stürmer Patrick Herrmann gut einen Monat nach seinem Schlüsselbeinbruch vor einem Comeback.

Bayern-Torfabrik

Bayern-Spieler bejubeln Treffer. Foto: dapd

Bayerns Torfabrik

"Das wird Emotion pur", freut sich auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes auf seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. "Wir wollen die beiden Niederlagen in der Bundesliga gegen Gladbach vergessen machen." Seine Mannschaft hat rechtzeitig zum Pokal-Gipfel ihre Topform erreicht. Innerhalb von acht Tagen erzielten die Bayern in zwei Bundesligapartien (gegen Hoffenheim und Hertha) und einem Champions-League-Spiel (gegen Basel) insgesamt 20 Tore. Sieben Treffer steuerte Arjen Robben bei. "Gegen Gladbach wird es sicher kein 6:0 oder 7:0 werden", meint der Niederländer mit einem Augenzwinkern. "Das ist eine richtig gute Kontermannschaft. Man darf sich keinen Fehler erlauben."

Dortmund mit Pokal-Glück

Der Sieger des Abends spielt am 12. Mai im Finale in Berlin gegen Borussia Dortmund. Der deutsche Meister zog am Dienstag (20.03.2012) zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte ins Pokalfinale ein. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp gewann bei Zweitliga-Spitzenreiter Spielvereinigung Greuther Fürth nach einer weitgehend ausgeglichenen Partie glücklich mit 1:0 nach Verlängerung. Ilkay Gündogan erzielte den Siegtreffer erst in der 120. Minute. Danach wurde die Partie gar nicht mehr angepfiffen.

Matchwinner Gündogan dreht nach seinem Treffer ab. Foto: Reuters

Matchwinner Gündogan (r.) dreht nach seinem Treffer in der Schlussminute ab

Wortgefecht

Für Misstöne sorgte nach dem Spiel ein heftiges Wortgefecht zwischen Nationalspieler Kevin Großkreutz vom BVB auf der einen sowie dem Fürther Trainer Mike Büskens und Stürmer Gerald Asamoah auf der anderen Seite. Büskens und Asamoah hatten früher für den Dortmunder Erzrivalen Schalke 04 gespielt. Was genau gesagt wurde, ist unklar. Großkreutz bestritt, Asamoah wegen seiner schwarzen Hautfarbe beleidigt zu haben. Er habe nur mit beiden Fäusten gejubelt. Asamoah wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern: "Zu so einem Typen brauche ich nicht viel zu sagen. Er ist es nicht wert, darüber zu reden."

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