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Fußball

BVB gewinnt Halbfinale in letzter Minute

Borussia Dortmund steht als erster Finalist im DFB-Pokal fest. In einem hart umkämpften Duell beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth gewann der BVB durch ein Tor in der letzten Minute der Verlängerung mit 1:0.

Aus 16 Metern hämmerte Dortmunds Ilkay Gündogan den Ball an den linken Pfosten, von dort prallte er an den Rücken des unglücklichen Jasmin Fejzic im Fürther Tor und dann rollte er ins Netz und damit ins Glück für den BVB (120.). Als alle sich schon auf das anstehende Elfmeterschiessen eingerichtet hatten, entschied dieser Treffer das Pokal-Halbfinale zwischen Greuther Fürth und dem BVB etwas glücklich, aber dennoch verdient zugunsten des deutschen Meisters. "Es war wieder unglaublich schwer", fasste Dortmunds Trainer Jürgen Klopp seine Eindrücke zusammen, "und dann durch so ein Tor zu gewinnen, ist Wahnsinn." Seine Spieler streiften anschließend die eigens gedruckten Final-T-Shirts über. Auf der anderen Seite kämpften die Fürther mit Tränen der Enttäuschung. "Natürlich brauchen wir Trost", sagte Trainer Mike Büskens, "so zu verlieren, ist ganz bitter."

Kein Klassenunterschied erkennbar

Der Dortmunder Shinji Kagawa (M) köpft den Ball über das Tor des Fürther Torwart Max Grün (3.v.l.). Foto: David Ebener dpa/lby

Kagawa vergibt die Riesenchance zur Führung

Vor rund 15.000 Zuschauern entwickelte sich eine intensive, aber keine hochklassige Pokalpartie. Dortmund tat sich schwer gegen sehr konzentrierte und leidenschaftliche Fürther. Erst nach einer Viertelstunde erspielte sich das Team von Trainer Jürgen Klopp leichte Vorteile gegenüber den Hausherren. Die beste Chance vergab Shinji Kagawa. Er setzte einen Kopfball freistehend aus kurzer Distanz über das Tor (31.)

Auch in der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein umkämpftes Duell. Die besseren Chancen hatte zunächst der BVB. Nach einer Flanke von Robert Lewandowski kam Kevin Großkreutz zum Kopfball, Fürths Keeper Max Grün konnte den Ball gerade noch abwehren (56.). Kurz darauf schoss Kagawa das Leder aus 16 Metern knapp rechts am Tor vorbei (58.). Je länger die Partie torlos blieb, desto gefährlicher wurde auch der Zweitligist. Olivier Occean kam zweimal in aussichtsreicher Position zum Kopfball, zielte aber zweimal über den Kasten von BVB-Torhüter Roman Weidenfeller (60. und 78.). Die Partie ging torlos in die Verlängerung.

Verlängerung mit Ausrufezeichen am Ende

Neven Subotic vom BVB und Olivier Occean von Fürth kämpfen um den Ball REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER) DFB RULES PROHIBIT USE IN MMS SERVICES VIA HANDHELD DEVICES UNTIL TWO HOURS AFTER A MATCH AND ANY USAGE ON INTERNET OR ONLINE MEDIA SIMULATING VIDEO FOOTAGE DURING THE MATCH

Fürths Occean wurde gefährlich für den BVB

Keine Fehler machen, geduldig weiter spielen - mit dieser Maxime ging Dortmund offenbar in die Verlängerung. Im Ergebnis wirkte der BVB in dieser Phase etwas müde und weniger präsent. Die Fürther dagegen waren frecher und erspielten sich einige Möglichkeiten durch Occean, blieben allerdings glücklos. Als sich die Spielzeit dem Ende entgegen neigte, traf Fürths Trainer Büskens eine Entscheidung: Er brachte Elfmeterkiller Fejzic für Grün ins Tor. Nur zwei Minuten später wurde der neue Keeper zwischen den Pfosten beim Gegentreffer unverschuldet zum Unglücksraben des Abends.

Klassiker im zweiten Halbfinale

Im zweiten Halbfinale duellieren sich am Mittwoch (21.03.2012) Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München. Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen der Teams in dieser Saison, die beiden Partien in der Bundesliga konnten die Gladbacher für sich entscheiden. Gelänge ihnen das noch einmal, wären sie seit 1965 die erste Mannschaft, die den Rekordmeister und Rekordpokalsieger dreimal in einer Spielzeit bezwingen konnte. "Wir wollen die beiden Niederlagen in der Bundesliga gegen Gladbach vergessen machen", konterte Bayern-Trainer Jupp Heynckes solche Gedankenspiele. Heynckes muss bei der Partie erneut auf Bastian Schweinsteiger verzichten. Bei Mönchengladbach steht dagegen Torjäger Patrick Hermann vor seinem Comeback. Vier Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch trainiert er wieder mit der Mannschaft und wird sich bei einem Einsatz mit einer Spezialmanschette schützen.