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Aktuell Amerika

Vorentscheidung im Vorwahl-Rennen

Der Herausforderer von Barack Obama bei der US-Präsidentenwahl im November steht nun wohl fest: Mitt Romney. Nach dem Rückzug seines schärfsten parteiinternen Rivalen ist Romney die Kandidatur kaum mehr zu nehmen.

Das US-Vorwahlrennen ist gelaufen: Nur noch ein Wunder könnte Multimillionär und Ex-Gouverneur Mitt Romney von der Präsidentschaftskandidatur für die US-Republikaner abhalten. Sein härtester Konkurrent Rick Santorum ist aus dem Vorwahlkampf jedenfalls ausgestiegen. "Dieses Rennen ist für mich vorbei", erklärte er bei einer Pressekonferenz in Gettysburg/Pennsylvania. Die Entscheidung habe er am Wochenende gemeinsam mit seiner Familie getroffen. Dazu beigetragen hätten auch private Sorgen, deutete Santorum an. Hintergrund: Seine dreijährige Tochter leidet an einem seltenen genetischen Defekt und musste am Wochenende wieder in eine Klinik gebracht werden.

Rick Santorum mit Familienmitgliedern (Foto: AP)

Rick Santorum

Der ultrakonservative ehemalige Senator hatte sich in den drei Monaten seit Beginn der Vorwahlen zum einzig ernsthaften Widersacher von Romney entwickelt. Santorum konnte mit seinem Eintreten für traditionelle Werte dem als moderat geltenden Favoriten Wahlsiege in elf Bundesstaaten entgegensetzen, obwohl er als Außenseiter ins Rennen gegangenen war. Zuletzt war der Druck auf ihn jedoch gestiegen, das Feld zu räumen, damit die Republikanische Partei geschlossen in den Wahlkampf gegen den Demokraten Barack Obama ziehen kann.

Schlacht ums Weiße Haus ist eröffnet

Romney konnte bisher 24 Vorwahlsiege für sich verbuchen. Die verbliebenen Mitbewerber Ron Paul und Newt Gingrich haben wegen schwacher Vorwahl-Ergebnisse keine reellen Chancen, von den Republikanern als Obama-Herausforderer aufgestellt zu werden. Gingrich kündigte dennoch an, er werde bis zum Nominierungsparteitag weiterkämpfen. Paul äußerte sich noch nicht zu seinen weiteren Plänen.

Kommentatoren erwarten, dass mit Santorums Rückzug der Hauptwahlkampf ums Weiße Haus begonnen hat. Nach einer aktuellen Umfrage kann Obama der Präsidentenwahl im November derzeit aber mit Gelassenheit entgegenblicken. Einer von der "Washington Post" und dem TV-Sender ABC in Auftrag gegeben Befragung zufolge liegt er derzeit klar vor Romney.

wa/se (dpa, dapd, afp, rtr)

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