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Aktuell Welt

Von Birma nach Washington

Dass Birmas Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi einmal im Weißen Haus empfangen werden könnte, das war vor Jahren noch undenkbar. In Washington wurde die Nobelpreisträgerin für ihren Kampf gegen die Militärs geehrt.

Aung San Suu Kyi erhielt die Goldmedaille des US-Kongresses. Es ist neben der stets vom Präsidenten verliehenen Freiheitsmedaille die höchste zivile Auszeichnung der USA. Der US-Kongress würdigte damit den langjährigen Kampf Suu Kyis für Demokratie und Freiheit in ihrem Heimatland. Am Mittwochabend (19.09.) kam Präsident Barack Obama im Weißen Haus mit der Friedensnobelpreisträgerin zusammen. Ein als privat gekennzeichnetes, aber geschichtsträchtiges Treffen.

"In all den dunklen Jahren"

Zugleich strich die US-Regierung Birmas Präsidenten Thein Sein von ihrer Sanktionsliste. Die USA hatten bereits nach dem Ende der Militärdiktatur im vergangenen Jahr volle diplomatische Beziehungen zu dem Land aufgenommen.

Suu Kyi sprach bei der Zeremonie im Kapitol von einem der "bewegendsten Tage in meinem Leben". Sie bedankte sich zugleich bei den US-Parlamentariern für deren andauernde Unterstützung. "Danke dafür, dass Sie uns in all den dunklen Jahren, in denen Freiheit und Gerechtigkeit unerreichbar schienen, in Ihren Herzen und Gedanken behalten haben."

Suu Kyi war nach insgesamt fast 15-jährigem Hausarrest vor knapp zwei Jahren freigelassen worden. Der US-Kongress hatte ihr die Medaille 2008 zuerkannt. Viele Parlamentarier, die sich zur Zeremonie versammelten, sagten, dass sie nicht erwartet hätten, ihr die Auszeichnung persönlich verleihen zu können. Suu Kyi hält sich für zwei Wochen in den USA auf. Nächste Station nach Washington ist New York.

ml/jm (dpa rtr afp)