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Kultur

Vier neue Heilige

Vier neue Heilige

Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag (12.10.2008) vier Menschen zu Heiligen der Römisch-Katholischen Kirche gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich zahlreiche Gläubige auf dem Petersplatz versammelt, um an der feierlichen Messe teilzunehmen. Unter den neuen Heiligen ist auch die Schweizer Ordensfrau Maria Bernarda Bütler (1848-1924), die in der kleinen Gemeinde Auw zwischen Zürich und Luzern geboren wurde und als Nonne in Kolumbien tätig war. "Mutter Bernarda bleibt ein leuchtendes Beispiel einer biblischen Frau: stark, klug, mystisch, spirituelle Meisterin und hervorragende Missionarin", hieß es bei dem Gottesdienst über die erste Schweizer Heilige. Das Verfahren für eine Heiligsprechung ist in der katholischen Kirche streng geregelt. Unter anderem ist das Vollbringen eines Wunders neben einem tadellosen Lebenswandel als Christ die Voraussetzung. Im Falle Bütlers wurden 50 Jahre lang sogar zwei mögliche "Wunder" untersucht: Die Heilungen eines Hirntumors bei einem zwei Wochen altem Kind und eines Lungenleidens bei einer Ärztin in Cartagena. Für die Kirche ist jetzt klar, dass es sich um wundersame Heilungen gehandelt hat. Neben der Schweizerin erhob Papst Benedikt XVI. auch die Nonne Anna Muttathupandathu, die 1946 starb, als erste Inderin in den Heiligenstand. Aus Ecuador gehört nun auch Narcisa de Jesus Martillo Moran zu den Auserwählten. Sie ist 1869 in Peru gestorben. Der in Neapel geborene Priester und Ordensgründer Gaetano Errico ist der einzige Mann unter den neuen Heiligen.