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Aktuell Asien

Viele Tote bei Gewalt in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag auf Busse im Südwesten Pakistans sind mindestens 19 schiitische Pilger getötet worden. Zuvor waren 21 entführte Mitglieder einer regierungsnahen Truppe von Talibankämpfern hingerichtet worden.

Der Anschlag auf die Pilger ereignete sich in der unruhigen Provinz Balochistan im Südwesten Pakistans. Dieses Gebiet nahe der Grenze zum Iran wird immer wieder von Anschlägen erschüttert. Die ferngezündete Bombe sei explodiert, als drei Busse an einem mit Sprengstoff präparierten Auto vorbeifuhren, teilten die Behörden mit. Die Zahl der Toten könne noch steigen. Bis zu 25 Menschen wurden verletzt, darunter auch zwei Sicherheitsmänner, die die Busse eskortierten.

Die Pilger wollten in den Iran

Mann sucht nach Verletzten nach Bombenanschlag auf Bus in Pakistan (Foto: Reuters)

Die Suche nach weiteren Verletzten dauert an

In den Bussen waren insgesamt rund 180 Pilger unterwegs. Eines der Fahrzeuge mit 45 Insassen wurde durch die Explosion schwer beschädigt und fing Feuer. Nach Angaben eines ranghohen Bezirksregierungsvertreters verbrannten die meisten Opfer. Einige der Verletzten schwebten in Lebensgefahr. Die Pilger waren auf dem Weg in den Iran. In der Region kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Mitgliedern der mehrheitlich sunnitischen Bevölkerung und den Schiiten. Außerdem ist Balochistan eine Hochburg militanter Islamisten. Schiiten machen in Pakistan etwa 20 Prozent der Bevölkerung aus.

Gewalt der Taliban

Video ansehen 12:00

Interview mit Hina Rabbani Khar, Außenministerin von Pakistan (09.09.2012)

Ebenfalls in Pakistan sind 21 Mitglieder einer regierungsnahen Truppe Opfer von Gewalt geworden. Nach ihrer Entführung durch Kämpfer der radikalislamischen Taliban wurden sie tot aufgefunden. Die Männer seien gefesselt, mit verbundenen Augen nebeneinander aufgestellt und nacheinander erschossen worden, teilte ein Vertreter der Provinzverwaltung der im Nordwesten des Landes liegenden Provinz Khyber mit. Ein Mann habe schwer verletzt überlebt. Ein weiterer Mann habe entkommen können. Die Taliban erklärten, sie hätten den Exekutionsbefehl ihrer Führung befolgt.

Die 23 Paramilitärs wurden seit Donnerstagmorgen vermisst, nachdem sie bei Angriffen auf drei Grenzposten von Taliban-Aktivisten verschleppt worden waren.

pg/ml/kle(dpa, dapd, afp, rtr)

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