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Syrien

Viele Todesopfer bei Explosion an syrisch-jordanischer Grenze

Im Süden Syriens hat ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter mindestens 23 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben von Aktivisten richtete sich das Attentat gegen einen Rebellenstützpunkt an der Grenze zu Jordanien.

Jordanien Syrien Grenzpunkt (Picture alliance/dpa/epa/J. Nasrallah)

Der syrisch-jordanische Grenzübergang Nassib

Bei der Explosion in der Nähe des Grenzübergangs Nassib in der syrischen Provinz Daraa seien mindestens 23 Menschen getötet worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Dutzende Menschen seien verletzt worden, 20 von ihnen lebensgefährlich. Bei den meisten Opfern handele es sich um Kämpfer der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam (Armee des Islam). Sie ist eine von Saudi-Arabien unterstützte Koalition von Salafisten und Islamisten, die gegen die Truppen des Assad-Regimes kämpft.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle zündete der Täter seinen Sprengstoffgürtel während einer Besprechung von Kommandeuren auf einem Stützpunkt der Rebellengruppe, der sich in der Nähe der Grenzstadt Nassib befindet. Die Organisation mit Sitz in Großbritannien stützt sich auf ein Netz von Informanten vor Ort, ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden. Rebellengruppen hatten den Grenzübergang in der Provinz Daraa im April 2015 erobert.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Im Süden Syriens werden Rebellen aber immer wieder von Extremisten mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) attackiert. Der Syrien-Konflikt hatte im Frühjahr 2011 in Daraa mit zunächst friedlichen Protesten gegen Staatschef Baschar al-Assad begonnen. Seither wurden Schätzungen zufolge mehr als 330.000 Menschen getötet und Millionen Syrer in die Flucht getrieben.

kle/gri (afp, dpa, rtre)

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