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Sport-News

Vettel und FC Bayern sahnen ab

Der Formel 1-Weltmeister und die Champions-League-Sieger werden in Kuala Lumpur mit dem "Laureus World Sports Award" ausgezeichnet. Bei den Frauen gewinnt eine 18 Jahre alte Schwimmerin.

Gerade die Meisterschaft klar gemacht, und nur wenige Stunden später darf der FC Bayern schon wieder feiern. Der Laureus World Sports Award oder "Sport-Oscar" wird künftig die Vitrinen des Bundesligaklubs an der Säbenerstraße in München zieren. Wenn den Bayern auch der erneute Gewinn von Pokal und vor allem Champions League Ende Mai lieber sein dürfte, gilt der Laureus doch als weltweit bedeutendste Auszeichnung im internationalen Sport. In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur wurde er an diesem Mittwoch verliehen.

Die Jury würdigte beim neuen "Team of the Year" die fünf großen Titel, die der deutsche Vorzeigeverein im letzten Jahr geholt hatte: die Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions League, den UEFA-Supercup und die FIFA-Club-WM. Damit setzten sie sich gegen die Rugby-Nationalmannschaft Neuseelands, das brasilianische Fußball-Nationalteam, NBA-Champion Miami Heat, das Tennis-Duo Bob und Mike Bryan sowie das Formel-1-Team von Red Bull durch. Prominente Bayern-Profis waren in Kuala Lumpus allerdings nicht vor Ort, sie stecken noch mitten in der Saison. Den Preis nahm stellvertretend der 1974er-Weltmeister Paul Breitner entgegen. "Das ist ein anderer großer Moment in der Geschichte unseres fantastischen Klubs. Dieser Preis ehrt die harte Arbeit des ganzen Vereins," sagte Breitner.

Vettel vor Ronaldo und Bolt

Der Laureus World Sports Award (Foto: Getty Images)

Begehrt: der "Sport-Oscar" Laureus

Sebastian Vettel durfte sich dagegen persönlich ehren lassen. Ihm kam der Formel-1-Terminkalender entgegen: Der Grand-Prix-Zirkus gastiert am kommenden Wochenende auf dem Kurs von Sepang in Malaysia. Der viermalige Weltmeister setzte sich in der Kategorie "Sportsman of the Year" unter anderem gegen Weltfußballer Cristiano Ronaldo, Tennisprofi Rafael Nadal und den Leichtathleten Usain Bolt durch. Bereits im Vorfeld hatte Vettel vom Laureus geschwärmt, das Charity-Projekt gelobt und die von diesem unterstützten sportbasierten Hilfsprojekte für Kinder.

Der Sport habe, so Vettel, "unser aller Leben verändert oder beeinflusst. Diejenigen, die ihre Leidenschaft, den Sport, zum Beruf machen konnten, sind natürlich in einer glücklichen Position. Aber ich glaube, wir alle haben im Sport Situationen erlebt, die uns im Leben prägen. Es ist eben nicht immer nur das, was im Sport auf der Strecke passiert, was einen als Person insgesamt reifen lässt."

Mit dem Laureus wurden zuvor nur fünf Deutsche ausgezeichnet: Fußball-Idol Franz Beckenbauer, Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, Golfprofi Martin Kaymer sowie die Behindertensportler Martin Braxenthaler und Verena Bentele.

Angerer und Holzdeppe ohne Trophäe

Zwei weitere nominierte Deutschen gingen in der Endauswahl leer aus: Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe war für den "Durchbruch des Jahres" vorgeschlagen, der Preis ging aber an den spanischen Motorrad-Weltmeister Marc Márquez. Fußball-Nationaltorfrau Nadine Angerer durfte sich Hoffnungen auf den Titel "Sportswoman of the Year" machen, die Jury wählte aber die erst 18-jährige US-Schwimmerin Missy Franklin. Insgesamt gab es Preise in sieben Kategorien, darunter an Tennis-"Comebacker" Rafael Nadal.

Die Preisverleihung fand im malaysischen Nationaltheater statt und wurde vom britischen Schauspieler Benedict Cumberbatch moderiert. Die Jury bildeten 46 Mitglieder der Laureus World Sports Academy, allesamt selbst ehemalige Weltstars des Sports. Ihr gehören unter anderem Franz Beckenbauer, Boris Becker und Katarina Witt an.

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