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Sport

Vettel kann den Champagner kalt stellen

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel war auch beim Großen Preis von Italien in Monza der Schnellste. Nach 13 von 19 Rennen ist der Red-Bull-Pilot der Konkurrenz nun schon fast uneinholbar enteilt.

Sebastian Vettel ballt in seinem Cockpit die Faust (Foto: AP)

Vettel ballt die Faust - Sieg in Monza

Mit einer grandiosen Vorstellung und einem souveränen Sieg in Monza ist Sebastian Vettel in seinem 75. Formel-1-Rennen der erfolgreichen Titelverteidigung erneut einen großen Schritt näher gekommen. Drei Jahre nach dem ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere in Monza war der Red-Bull-Pilot erneut auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitskurs siegreich und könnte seinen zweiten Titel nun bereits beim nächsten Rennen am 25. September in Singapur perfekt machen.

"Wir haben es geschafft, ich kann es nicht glauben. Wir haben sie weggepustet", brüllte Vettel nach seinem Sieg in den Boxenfunk. Falls er in zwei Wochen in Singapur erneut gewinnt, könnte Vettel auch der jüngste zweimalige Weltmeister in der Geschichte der Königsklasse werden. Allerdings müsste dafür auf den weiteren Rängen rechnerisch einiges zusammen passen: So dürfte Ferrari-Pilot Fernando Alonso maximal Platz vier belegen. Außerdem dürften Jenson Button im McLaren-Mercedes oder Mark Webber im zweiten Red Bull bestenfalls Dritter werden. Soweit die Zahlenspiele.

Die "1" fährt vorne weg

In Monza dominierte nur eine Zahl. Die "1" des Titelverteidigers auf dem Boliden von Vettel führte das Fahrerfeld fast über die gesamte Renndauer an. Nachdem Vettel Ferrari-Lokalmatador Alonso beim Start noch passieren lassen musste, revanchierte er sich in der fünften Rennrunde und gab die Führung anschließend nicht mehr ab. Am Ende brachte er einen überzeugenden Vorsprung von knapp zehn Sekunden vor Button ins Ziel. Dritter wurde Alonso.

Sebastian Vettel fährt in Monza weit vor den anderen (Foto: AP)

Hier vorne fährt Vettel, ganz da hinten die anderen - der Weltmeister dominiert das Fahrerfeld

Einen Achtungserfolg konnte Rekordweltmeister Michael Schumacher für sich verbuchen: Nach beeindruckendem Kampf brachte er sein bisher oft unterlegenes Auto als Fünfter ins Ziel. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg und Adrian Sutil im Force-India-Mercedes schieden ebenso wie Webber aus. Virgin-Pilot Timo Glock landete auf Rang 15. Besonderes Pech für Rosberg: Schon wenige Meter nach dem Start war für ihn das Rennen beendet, da Hispania-Pilot Vitantonio Liuzzi beim Anbremsen auf die erste Kurve die Kontrolle über seinen Wagen verlor und seitlich in Rosberg und den Lotus-Renault von Witlai Petrow hineinkrachte. Aufgrund der Schwere des Unfalls musste sogar das Safety Car auf die Strecke.

Beruhigender Vorsprung

Sebastian Vettel konnte es egal sein. Er grüßte in gewohnter Weise vom Siegerpodest in Monza – die Hand zur Faust geballt, den Zeigefinger ausgestreckt. Um auszudrücken: "Ich bin die Nr. 1!" Und diese Ausnahmestellung untermauert auch die Statistik. Nach seinem achten Saisonsieg und Nummer 18 seiner Karriere hat Vettel mit 284 Punkten nun 112 Punkte Vorsprung vor Alonso (172) und jeweils 117 vor Button und Webber (beide 167). Bei fünf noch ausstehenden Rennen sollte das zur Titelverteidigung wohl ausreichen.

Autor: Andreas Sten-Ziemons (mit sid)
Redaktion: Olivia Fritz

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